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CSU will Gewerbesteuer senken

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 Wie kann die Gemeinde die Einnahmen bei der Gewerbesteuer erhöhen? Über diese Frage entbrannte im Finanzausschuss eine Debatte. Die CSU denkt offenbar über eine Senkung des Steuer-Hebesatzes nach. Die Grünen wollen eher auf Kleingewerbe setzen.

Grafrath – Nachdem die Erweiterung des Gewerbegebiets am Wahlfeld in einem Bürgerentscheid gescheitert ist, bleiben der Gemeinde kaum noch Flächen zur Ansiedlung von Betrieben. „Platz ist nur noch am Bahnhof, aber dort gehören die Grundstücke nicht der Gemeinde“, erklärte Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) bei der Debatte um das strategische Finanzierungskonzept der Gemeinde. In dem lag der Schwerpunkt zuletzt eher auf der Stärkung der Finanzen durch den Verkauf von Gemeindeflächen etwa im Rahmen des Einheimischenmodells im Ortsteil Mauern.

Roger Struzena (Grüne) erklärte, dass man wieder stärker aufs Gewerbe schauen solle. Ihm schwebt vor, kleine Gewerbetreibende und Freiberufler nach Grafrath zu locken. Von Letzteren könne man auch beim Einkommensteueranteil profitieren. „Unser Ort ist reizvoll durch seine Lage“, sagte Struzena.

Das rief Kopfschütteln bei CSU-Fraktionssprecher Gerald Kurz hervor. Dieses geforderte Klein-Klein sei Träumerei. In den von der CSU organisierten Gewerbeschauen im Bürgerstadel habe man mit kleinen Gewebetreibenden gesprochen. „Denen ist das hübsche Grafrath völlig egal“, sagte Kurz. Nicht umsonst würden sich viele in Grafrath wohnende Unternehmer mit ihren Betrieben außerhalb der Gemeinde ansiedeln. Um Grafrath attraktiv zu machen, müsse man vielmehr über eine Senkung der Gewerbesteuer nachdenken. Derzeit sind es 380 Prozentpunkte. Kurz schlug einen Hebesatz von 260 Prozent vor.

Entschieden wurde darüber noch nicht. Kennerknecht erklärte jedoch, dass das Thema Gewerbe bald auf die Agenda gehöre.

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