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Grafrath

Digitale Geschwindigkeitsanzeige gegen Temposünder

 Neben der kommunalen Verkehrsüberwachung will die Gemeinde künftig auch wieder eine digitale Geschwindigkeitsanzeige im Kampf gegen Raser einsetzen. Den Kauf einer solchen Anlage zu einem Preis von bis zu 3000 Euro segnete der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nach längerer Debatte mit 11:2 Stimmen ab.

Grafrath – So ganz sicher war sich offenbar keiner der Räte, ob man das Geld investieren soll. „Teilweise schauen die Autofahrer bei solchen Anzeigen, wie schnell sie daran vorbei fahren können“, sagte zum Beispiel Benedikt Fischer (CSU).

Auch Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) erkannte die Möglichkeit, „Schindluder zu treiben“. Auf der anderen Seite würden unaufmerksame Autofahrer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht. Diesen Vorteil sah auch Peter Kaifler (Grüne): „Gerade an Ortseinfahrten ist es sinnvoll, um unkonzentrierte Fahrer auf die Tempobegrenzung hinzuweisen“, sagte er.

Gerald Kurz (CSU) hielt den Nutzen des Gerätes im Vergleich zu den Kosten mindestens für fragwürdig. Sepp Heldeisen (SPD) schlug schließlich vor, dass man ein Gerät kaufen und über einen längeren Zeitraum immer am gleichen Ort und zur gleichen Zeit zum Einsatz bringen könne. Da das Gerät die gefahrenen Geschwindigkeiten aufzeichnet, sehe man, ob es seinen Zweck erfülle. „Wenn es funktioniert, können wir sogar noch mehrere Geräte anschaffen“, sagte er.

Die Gemeinde besaß bereits einmal eine digitale Tempoanzeige. Doch der Akku hatte 2015 den Geist aufgegeben. „Das ist praktisch ein wirtschaftlicher Totalschaden gewesen“, sagte Kennerknecht. Den Neukauf stellte er zur Debatte, weil viele Bürger bei ihm angefragt hätten, ob der Blitzer nicht in bestimmten Straßen aufgestellt werden könne.

Dies ist aufgrund der Topografie an einzelnen Orten und des begrenzten Stundenkoningents der Gemeinde beim zuständigen Zweckverband aber nicht immer möglich. Obwohl er selbst eine geteilte Meinung zu den Digitalanzeigen habe, habe er diese dennoch als Alternative zum Blitzer im Gemeinderat diskutieren lassen.   (Andreas Daschner)

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