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Gruppenfoto mit dem heiligen Florian: Aus der Partnergemeinde Polgardi bekam die Grafrather Feuerwehr eine handgeschnitzte Holzfigur.

Grafrath

Erst wird der Bürgermeister gerettet, dann groß gefeiert

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Dicke Rauchschwaden ziehen aus dem Fenster des Grafrather Rathauses. Die Feuerwehr rückt an und rettet Bürgermeister Markus Kennereknecht mit einer Leiter aus seinem Büro im ersten Stock.

Grafrath –  Was dramatisch klingt, ist aber nur eine Einsatzvorführung anlässlich der Feier zum 125-jährigen Bestehen der Grafrather Wehr.

Zahlreiche Schaulustige hatten sich auf der Grafrather Hauptstraße versammelt, wo neben einer Fahrzeugschau auch die Einsatzvorführung stattfand. Auch wenn alles nur gespielt war und der Rauch mit einer Nebelmaschine erzeugt wurde, zeigte sich Kennerknecht nach seiner „Rettung“ beeindruckt. „Die schlechte Sicht im Büro war schon ein wenig beängstigend“, sagte er.

Staunen über den Hubschrauber

Bei der simulierten Rettung machte auch Bürgermeister Markus Kennerknecht mit.

Der simulierte Brand war nicht das einzige, was die Besucher am Rande des Festes begeisterte. Vor allem die kleinen Gäste kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, als der Hubschrauber der Bundespolizei auf der Wiese unterhalb der Höfener Kirche landete. Die Kinder – und auch manch interessierter Erwachsener – durften sogar im Cockpit Platz nehmen und bekamen die zahlreichen Hebel, Schalter und Anzeigen auf den Armaturen erklärt.

Am Abend wechselten Wehr und Besucher dann ins eigens vor der Fahrzeughalle aufgestellte Festzelt. Dort ging Kennerknecht dann noch einmal auf die bewegte Geschichte der Grafrather Wehr ein, die in den 80er-Jahren durch eine Fusion der 125 Jahre alten Wildenrother sowie der etwas jüngeren Unteraltinger Wehr entstand. Dass das nicht ohne Nebengeräusche vonstatten ging, kommentierte er so: „Bei allen Schmerzen, die die Zusammenlegung der Feuerwehren damals mit sich gebracht hat, war es aus heutiger Sicht eine gute, weitsichtige und zukunftsweisende Entscheidung.“

Sowohl der Bürgermeister wie auch der ebenfalls anwesende Landrat Thomas Karmasin dankten den Floriansjüngern für ihren ehrenamtlichen Einsatz für die Sicherheit der Menschen – „und das rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr“, wie Kennerknecht betonte.

Anschließend sorgten die Original Alpencasanovas mit ihrer Stimmungsmusik für gute Laune bis in die Morgenstunden. Damit die Grafrather Feuerwehrler ihre Einsätze auch künftig gut behütet fahren können, gab es übrigens ein besonderes Geschenk von der befreundeten Feuerwehr der Grafrather Partnergemeinde Polgardi: eine handgeschnitzte, lebensgroße Holzfigur des Heiligen Florian. Das beeindruckende Werk wachte während der Feier neben der Bühne und bekommt künftig einen Ehrenplatz im Grafrather Feuerwehrhaus. 

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