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Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft 

Finanzielle Entlastung für drei Gemeinden

Mehr Personal und weniger Kosten: Diese kuriose Entwicklung im Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Grafrath beschert den Mitgliedsgemeinden Grafrath, Kottgeisering und Schöngeising eine finanzielle Entlastung. 

Grafrath – Das Jahresbudget und damit auch die Umlage fällt heuer geringer aus, als noch im Vorjahr.

„Weil es mehr Teilzeitkräfte gibt, ist es zu Verschiebungen gekommen“, erläuterte der VG-Chef und Grafrather Bürgermeister Markus Kennerknecht bei der Haushaltsdebatte. Dazu seien einige neue Kräfte in einer niedrigeren Gehaltsstufe eingruppiert worden, als die ausgeschiedenen Mitarbeiter. Einen dritten Effekt erläuterte Geschäftsstellenleiterin Simone Fischer-Gudehus: „Wir haben nicht mehr so viele Personalwechsel wie im Vorjahr.“ Dadurch seien genauere Berechnungen der Personalkosten möglich.

Ansonsten sei der Haushalt weitgehend unspektakulär, wie Kennerknecht sagte. „Das zeigt, dass sich eine gewisse Konsolidierung eingestellt hat.“ Der Verwaltungshaushalt sinkt deshalb leicht von 1,63 auf 1,61 Millionen Euro. Und auch der Vermögenshaushalt fällt mit 100 000 Euro um rund 6000 Euro geringer aus als im Vorjahr.

Den Löwenanteil im Vermögenshaushalt machen Ersatzbeschaffungen von Mobiliar und EDV-Technik aus. Bei einem Gang durchs Rathaus hatte der Grafrather VG-Rat Burkhard von Hoyer zwar keinen Handlungsbedarf gesehen. Wie Kämmerin Kerstin Heldeisen erläuterte, seien aber zwei Büros noch mit komplett altem Mobiliar ausgestattet. Eines davon werde heuer neu eingerichtet. Kennerknecht ergänzte, dass ihm das wichtig sei, um den Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz bieten zu können.

Die Schulden, die für den Neubau des VG-Gebäudes aufgenommen wurden, sind von ursprünglich 1,8 Millionen Euro im Jahr 2000 auf mittlerweile gut 750 000 Euro gesunken. Auch heuer ist wieder eine Tilgung vorgesehen.

Um den Vermögenshaushalt ohne Investitionsumlage für die Gemeinden ausgleichen zu können, ist eine Entnahme aus den Rücklagen von 39 000 Euro geplant. Am Ende des Jahres wird die VG dann noch 284 000 Euro auf der hohen Kante haben.

In der Endabrechnung sinkt die Verwaltungsumlage für die Gemeinden von knapp 191 auf etwas mehr als 185 Euro pro Einwohner. Für Grafrath ergibt sich dadurch eine Gesamtumlage von rund 704 300 Euro, Kottgeisering muss gut 291 100 Euro berappen und Schöngeising knapp 346 000 Euro. Wie Kennerknecht erklärte, würden Kottgeisering und Schöngeising somit gegenüber dem Vorjahr um einen vierstelligen, Grafrath sogar um einen fünfstelligen Betrag entlastet.  ad

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