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Das Gewerbegebiet am Wahlfeld soll nicht erweitert werden, so das Ergebnis des Bürgerentscheids.  

Firma zieht weg – Vereinszuschüsse auf Eis

Grafrath – Jetzt wirkt sich der Bürgerentscheid gegen die Gewerbegebietserweiterung aus: Die Gemeinde dreht vorerst den Geldhahn bei den freiwilligen Leistungen zu.

Mit ein Grund ist der für 2017 angekündigte Wegzug der Firma Cabero und der damit prognostizierte Einbruch bei der Gewerbesteuer.

Der Unternehmer Tino Cabero, dessen Firma Wärmetechnik produziert, hat angekündigt, die Gemeinde zu verlassen, nachdem er im Grafrather Wahlfeld nicht mehr expandieren kann. Die Grafrather hatten eine dafür nötige Erweiterung des Gewerbegebiets in einem Bürgerentscheid abgelehnt.

Wann genau Cabero seine Umzugspläne realisiert, steht noch nicht fest. Die Entscheidung für einen neuen Standort ist laut einer Unternehmenssprecherin noch nicht gefallen.

Der Reitclub Unteralting ist nun der erste Verein, der die Auswirkungen zu spüren bekommt. Der Finanzausschuss verweigerte jüngst nämlich einen Zuschuss für den Kauf eines neuen Rasenmähers. Doch nicht nur wegen dem befürchteten Loch bei der Gewerbesteuer rechnet Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) mit einer unsicheren Finanzlage im kommenden Jahr.

2017 vorerst keine freiwilligen Leistungen

„Die Schlüsselzuweisungen werden 2017 nicht besonders prickelnd ausfallen“, prognostizierte der Rathauschef im Ausschuss. Grund dafür sei die solide Wirtschaftslage in Grafrath in den vergangenen Jahren. Kennerknecht empfahl deshalb, für 2017 vorerst keine weiteren freiwilligen Leistungen mehr zu bewilligen.

Christian Strasdat (Einigkeit) widersprach: „Ich finde das nicht gut, zumal wir der Spielvereinigung Wildenroth einen Zuschuss für den Kauf eines Rasenmähers gewährt haben.“ Er schlug vor, dem Reitclub im Sinne der Gleichberechtigung 1000 Euro zuzuschießen.

Kennerknecht verwies darauf, dass bei der SpVgg ein anderer Fall vorliege: „Dort haben wir gemeindliche Flächen, die vom Pächter gepflegt werden.“ Beim Reitclub sei dies nicht der Fall. Der Ausschuss verweigerte den Zuschuss mit 1:7 Stimmen.

Andreas Daschner

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