Landrat Karmasin (r.) und Kreisräte bei der Freigabe
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Landrat Karmasin (r.) und Kreisräte bei der Freigabe

Grafrath

Radweg und Straße bis zur Landkreis-Grenze fertig

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Gut 20 Jahre wurde darüber diskutiert – jetzt ist der Ausbau der Kreisstraße vom Grafrather Ortsteil Mauern bis zur Grenze zum Landkreis Starnberg samt neuem Radweg fertiggestellt.

  • Straße und Radweg von Mauern (Grafrath) bis zur Landkreisgrenze nach Starnberg sind fertiggestellt
  • Der Radweg kann auch von Landwirten befahren werden
  • Der Radweg endet an der Landkreis-Grenze, allerdings gibt hier andere Wege für Radler

Grafrath - „Ich bin schon bei meiner ersten Bürgerversammlung in Schöngeising danach gefragt worden“, berichtete Landrat Thomas Karmasin bei der Eröffnung am Donnerstag. Grafraths Bürgermeister Markus Kennerknecht freut sich, dass eine wichtige Radroute sicherer geworden ist. Wermutstropfen: Der Landkreis Starnberg hat beim Radwegbau nicht mitgemacht. Kritik, dass der Radweg, der auch einem Landwirt als Wirtschaftsweg dient, zu breit und teuer sei, konterte Karmasin: Für den Grund sei ein marktgerechter Preis gezahlt worden. Der Ausbau kostete 1,5 Millionen Euro.

Problem Grunderwerb

Die Planungen für den Ausbau der Straße und den Bau des Radwegs hatten vor über 20 Jahren begonnen. Zunächst war der Ausbau als gemeinsames Projekt bis Etterschlag mit dem Landkreis Starnberg angedacht. „Leider ließ sich dies aus diversen Gründen nicht umsetzen“, heißt es jetzt in einer Mitteilung des Brucker Landratsamts. „Schade ist dies insbesondere, da der neue parallel zur Straße verlaufende Geh- und Radweg nun an der Landkreisgrenze endet.“ Glücklicherweise bestehe die Möglichkeit, über anschließende Feld- und Waldwege abseits der Kreisstraße nach Etterschlag zu gelangen.

Auch als Wirtschaftsweg geeignet

Der Radweg wurde mit einer Breite von drei Metern als Wirtschaftsweg ausgebaut, um auch den Landwirten die Zufahrt zu ihren Feldern zu ermöglichen. Am Ortseingang von Mauern wurde eine Mittelinsel errichtet. Sie dient zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Die Kreisstraße FFB 6 ist laut Landratsamts sowohl für die regionale Verkehrsabwicklung als auch für die Ableitung des Verkehrs zum überörtlichen Straßennetz von Bedeutung. Sie ist ein wichtiger Zubringer zum übergeordneten Verkehrsnetz und hat eine Verkehrsbelastung von täglich fast 3000 Kraftfahrzeugen sowie einem erheblichen Anteil an Radfahrern.

Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Baumaßnahme konnte nun einer der schlechtesten Straßenabschnitte im Landkreis beseitigt und mit neuem Geh- und Radweg verkehrssicherer gestaltet werden. Der schlechte Bauzustand der Straße, die geringe Fahrbahnbreite und der fehlende Radweg bei stetig wachsendem Radverkehr seien längst nicht mehr zeitgemäß gewesen, so das Landratsamt. Der alte Straßenbelag war teerhaltig, er wurde zwischengelagert und in einer Deponie fachgerecht entsorgt.

Karmasin dankte den Besitzern für die Grundstücksabtretung.. Es mussten insgesamt 6758 Quadratmeter Grund erworben werden.

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