Markus Kennerknechtfolgt dem Wunschder Anwohner. tb-foto

In Grafrath

Gehweg entlang des Forstversuchsgartens

 Grafrath – Die Jesenwanger Straße wird einen Gehweg entlang des forstlichen Versuchsgartens bekommen. Die Radspur wird nicht integriert, stattdessen wird wohl ein Schutzstreifen auf der Straße aufgemalt. Das ist das Ergebnis der jüngsten Beratung im Grafrather Gemeinderat zur Sanierung der Straße.

Ob der Gehweg auf der Westseite am Versuchsgarten oder doch besser im östlichen Bereich entlang der dortigen Wohnbauten errichtet werden soll, war nicht nur im Gremium ein wenig umstritten. Bereits in einer früheren Sitzung hatten sich Anwohner zu Wort gemeldet, die sich den Gehweg auf der Ostseite wünschen. Ihre Argumente: Dann müssen die Kinder nicht die Straße queren, um auf die sichere Seite zu gelangen.

In der aktuellen Sitzung legten nun 17 Anwohner ein Schreiben vor, in dem der Gehweg entlang des Versuchsgartens gefordert wird. Dort könnte ein durchgehender Weg errichtet werden, während er entlang der Wohnbebauung immer wieder von Seitenstraßen und Einfahrten unterbrochen wird. Der parteifreie Bürgermeister Markus Kennerknecht folgte diesem Wunsch: „Schließlich müssen die Anwohner damit leben.“

Burkhard von Hoyer (BfG) sprach indessen von einem „Schildbürgerstreich, wenn der Gehweg nicht auf der Anwohnerseite gebaut wird“. Die deutliche Mehrheit des Rates folgte aber der Ansicht Kennerknechts. Mit Stimmverhältnissen zwischen 16:1 und 13:4 wurde auf allen drei Abschnitten der Jesenwanger Straße die Lösung mit dem Gehweg entlang des Versuchsgartens abgesegnet.

Peter Kaifler (Grüne) wünschte sich dabei einen kombinierten Geh- und Radweg um dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen gerecht zu werden. Hartwig Hagenguth (BfG) hielt dies jedoch für eine nicht nötige Luxuslösung. Letztlich sprach sich das Gremium mit 14:3 Stimmen für einen einfachen Gehweg mit einer Breite von 1,6 bis 1,8 Metern aus. Über den Schutzstreifen für Fahrräder will Rathauschef Kennerknecht zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal diskutieren.

Außerdem soll die Fahrbahn an einer Engstelle auf Höhe der Einmündung des Pechhölzls verengt und dafür der Gehweg etwas schmäler werden. Darüber waren sich die Räte einig, obwohl die Anlieger in ihrem Schreiben gefordert hatten, lieber den Gehweg zu verschmälern. Sie befürchten eine Lärmbelastung durch bremsende und wieder anfahrende Autos, wenn an der Engstelle kein Begegnungsverkehr möglich ist. Auf Basis der Beschlüsse wird nun eine Planung erstellt. Sobald die fertig ist – laut Kennerknecht in etwa drei bis vier Wochen –, will der Rathauschef sie noch bei einer Anliegerversammlung vorstellen. (ad)

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