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Der Abfalleimer quillt über, unter der Bank liegen die Überreste einer wilden Party.

Konzern-Sprecher bittet um Geduld

Bahnhof voller Müll - Bruckerin klagt an: „Es hat mich gegraut“

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Partys feiert jeder gern, doch hinterher aufräumen ist nicht so beliebt. So lief es wohl auch am Bahnhof in Grafrath ab. Die Bahn und die Gemeinde wollen sich jetzt darum kümmern.

Eine Fahrradpanne bescherte einer Tagblatt-Leserin einen unschönen Anblick am S-Bahnhof: Dort war ein Mülleimer hoffnungslos überfüllt, weshalb sich der Unrat daneben auf dem Boden verteilte. Die Frau fragt sich: „Hat die Bahn kein Reinigungspersonal?“

Die Bruckerin war auf dem Weg von ihrer Heimatstadt nach Grafrath durch den Wald gefahren, als sie ein Plattfuß ereilte. Während ihr Mann mit der S-Bahn nach Hause fuhr, um das Auto mit einem Radlständer zu holen, wartete die Frau am Bahnhof – mit Saustall im Blick. „Es hat mich gegraut, so eine Mülldeponie vorzufinden“, sagte sie zum Tagblatt.

„Da hat wohl jemand eine Party gefeiert“

Ein Bahnsprecher erklärte auf Nachfrage, dass dies nicht der normale Abfall von den Reisenden sei, der sich hier stapelt. „Da hat wohl jemand eine Party gefeiert und seinen Müll einfach liegen gelassen.“ Der Sprecher sagte zu, dass sofort Reinigungskräfte losgeschickt werden, um den Bahnhof aufzuräumen. Generell könnten sich Reisende an die 3-S-Zentrale (die drei S stehen für Sicherheit, Sauberkeit und Service) unter Telefon (089) 13 08 10 55 wenden, wenn sie Missstände an Bahnhöfen entdecken. Allerdings könnte es durchaus sein, dass man danach eine gewisse Zeit warten muss, bis die Bahn-Mitarbeiter aktiv werden.

Diese Erfahrung hat zumindest Grafraths Bürgermeister Markus Kennerknecht gemacht. Konfrontiert mit der aktuellen Verschmutzung erklärte er, dass sich die Beschwerden über die Zustände am Bahnhof im vergangenen halben Jahr wieder gehäuft hätten. Die Bahn reagiere auf Hinweise mitunter eher zäh. „Unsere Bauhofmitarbeiter haben deshalb auch schon mal Eigeninitiative gezeigt“, sagte Kennerknecht. Die Aufgabe der Gemeinde sei das aber freilich nicht.

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