In seinem Element: Rick Peperkamp beim Dirigieren. Das erste Konzert seines geplanten neuen Orchesters soll irgendwo an der Amper stattfinden. 
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In seinem Element: Rick Peperkamp beim Dirigieren. Das erste Konzert seines geplanten neuen Orchesters soll irgendwo an der Amper stattfinden. 

Grafrath/Germering

Dirigent will Amper-Philharmonie gründen

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Dirigent Rick Peperkamp, bekannt als Leiter des Sinfonischen Blasorchesters Germering (SBO), möchte ein eigenes Orchester gründen. Einen Namen hat es schon: Amper-Philharmonie.

Grafrath – Der in München lebende Niederländer hat zu dem Fluss eine besondere Beziehung. Peperkamps erstes Engagement in der Region war die Leitung des Musikvereins Grafrath-Kottgeisering. Drei Jahre lang führte ihn sein Weg zu den Proben jeden Dienstagabend an der Amper entlang. Oft blieb er an einer bestimmten Stelle stehen, genoss den Anblick der Natur und den „fast magischen, entspannenden Eindruck“, den die Amper auf ihn machte.

Nun soll der Fluss Pate seines eigenen Orchesters sein. Der 31-Jährige hat recherchiert und festgestellt, „dass noch kein Orchester mit der Amper im Namen existiert“. Alles Weitere muss sich erst noch finden.

Peperkamp ist auf der Suche nach interessierten Musikern aus der gesamten Ammer-Amper-Region zwischen Weilheim und Moosburg. Motivierte Laien dürfen sich ebenso angesprochen fühlen wie Musikstudenten und Profis. Als Organisationsstruktur soll ein Verein gegründet werden. Entsprechend braucht Peperkamp auch Interessierte, die bereit wären, Vorstandsämter zu übernehmen.

Rick Peperkamp

Der 31-Jährige, der auch das Passauer Universitätsorchester leitet und als Gastdirigent in Tschechien, der Schweiz und London aufgetreten ist, kann sich eine große sinfonische Besetzung mit 80 Musikern ebenso vorstellen wie ein Kammerorchester mit 35 Leuten.

Er strebt ein hohes musikalisches Niveau an und hat sich auch über das Repertoire schon Gedanken gemacht. Spätklassische und spätromantische Werke sollen dazugehören, am liebsten solche, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind. „Ich möchte Dinge wieder bekannt machen, die 100 Jahre in Bibliotheken geschlummert haben.“

Um den Bezug zur Amper zu unterstreichen, denkt der Posaunist und Lehrer für tiefes Blech auch an Stücke, die von der Natur inspiriert wurden. „Da gibt es Beispiele von Tschaikowski, Camille Saint-Saens und sogar Mozart.“ Außerdem kann der Dirigent sich vorstellen, die Werke junger Komponisten aufzuführen.

Wenn sich genügend Interessierte finden, könnte das neue Orchester schon im kommenden Herbst zum ersten Mal auf der Bühne stehen. Geprobt werden soll kompakt und projektweise, damit die geografischen Entfernungen für die Musiker nicht zum Problem werden. Für Rick Peperkamp steht fest: Das erste Konzert soll irgendwo an der Amper stattfinden.

Wer Interesse hat,

erreicht den Orchestergründer per E-Mail an die Adresse peperkamprick1989 @gmail.com.

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