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Der Grafrather Feneberg öffnet am 19. März.

Feneberg in Grafrath

Gerücht haltlos: Supermarkt öffnet pünktlich

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Der Feneberg-Supermarkt in Grafrath kann pünktlich eröffnen. Das Gebäude wird am 20. Januar eingeweiht, der Markt geht am 19. März an den Start. Betreiber Christof Feneberg räumt gegenüber dem Tagblatt Insolvenzgerüchte um sein Unternehmen aus – er hat aber dennoch ein Problem.

GrafrathImmer wieder machten zuletzt Insolvenzgerüchte um die Firma Feneberg die Runde in Grafrath. Doch dazu sagt Christof Feneberg: „Die sind völlig haltlos.“ Der Markt eröffne am Donnerstag, 19. März, mehr müsse man dazu eigentlich nicht sagen. „Die Eröffnung stand nie in Frage.“

Gründe für die Gerüchte könnten unter anderem Probleme sein, die das Allgäuer Unternehmen bei Pensionsrückstellungen hatte. „Aber davon waren ja viele Mittelständler betroffen“, sagt Feneberg. Außerdem sei das Thema genau in einer Phase hochgekocht, als die Supermarktkette in ihre eigene Metzgerei investierte. Die Gefahr einer Pleite bestehe aber keinesfalls, betont Feneberg. „Wir haben uns so umstrukturiert, dass alle Rückstellungen und Investitionen getätigt werden können.“

Feneberg sucht Mitarbeiter

Die fälschlich kolportierte Pleite hat der Kemptener Firma aber wohl dennoch geschadet. „Wir haben Probleme, Mitarbeiter für den neuen Markt zu finden“, sagt der Geschäftsführer und führt das auch auf die Verunsicherung der Menschen wegen der Insolvenzgerüchte zurück. Einen Leiter für den Supermarkt an der Hauptstraße gibt es zwar bereits, für viele andere Positionen nimmt das Unternehmen aber noch Bewerbungen entgegen. „Wir wollen am liebsten ortsansässige Mitarbeiter“, sagt Feneberg.

16 neue Arbeitsplätze entstehen in Grafrath durch den Supermarkt. Die Eröffnung ist aber nicht in Gefahr, wenn bis März nicht alle Stellen besetzt werden können. „Wir werden das in der Anfangsphase mit Mitarbeitern aus anderen Filialen kompensieren“, sagt Feneberg. Dauerzustand sei das aber freilich keiner.

Feneberg findet die Lage toll

Kurz vor der Einweihung des Gebäudes blendet der Geschäftsführer die unerfreulichen Gerüchte aber aus und schaut positiv in die Zukunft: „Wir freuen uns sehr, dass nach der langen Vorgeschichte nun schon bald die Eröffnung bevorsteht“, sagt Feneberg. Die Lage im Ort sei toll, der Markt nach dem neuesten Konzept der Allgäuer Kette errichtet worden. Das habe sich bereits an anderen Standorten als extrem erfolgreich erwiesen.

Feneberg wird in dem Gebäude, in dem auch Wohnungen und Arztpraxen untergebracht werden, als Mieter auftreten. Bauherr ist die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, die diese Aufgabe vom Inhaber des früher dort situierten Damian-Versands, Herbert Sedlmeier, übernommen hat. Sedlmeier ist Mitglied der Stiftung. Einen Teil des Innenausbaus übernimmt jedoch Feneberg selbst – unter anderem die Lüftung. „Die Abstimmung mit der Baufirma hat gut geklappt“, sagt Feneberg. Auch die Einrichtung des Supermarkts wird nun Zug um Zug eingebaut.

Feneberg will sich am Gemeindeleben beteiligen

Feneberg will sich als Nahversorger vor Ort auch am Gemeindeleben beteiligen, wie er betont. Deshalb griff er einen Vorschlag von CSU-Fraktionssprecher Gerald Kurz auf, der das Projekt mit Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) sehr unterstützt habe, so der Geschäftsführer. „Wir werden Mitgliedern örtlicher Vereine drei Prozent Rabatt auf ihre Einkäufe gewähren“, sagt Feneberg. Das sei eine freundliche Geste in Richtung der Menschen am Ort.

Die Grafrather hatten bei einem Bürgerentscheid im Februar 2014 über einen Supermarkt im Zentrum zu entscheiden. Damals sprach sich eine Zweidrittel-Mehrheit für das Projekt aus.

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