Et voilà: Bürgermeister Markus Kennerknecht übergibt seinem französischen Kollegen Thierry Plouvier (r.) nach der Unterzeichnung der Urkunde ein geschnitztes Grafrather Wappen und eine Fahne der Ampergemeinde. tb

Partnerschaftsurkunde unterzeichnet

Grafrath hat jetzt offiziell Freunde in Frankreich

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Grafrath und das französische Lyons-la-Foret sind jetzt offiziell Partnergemeinden. Beim Neujahresempfang des Bürgermeisters von Lyons-la Foret, Thierry Plouvier, haben er und sein Grafrather Kollege Markus Kennerknecht den Vertrag unterzeichnet.

GrafrathRund 150 Menschen waren bei dem Festakt anwesend. Darunter fand sich neben Bürgermeister Kennerknecht eine siebenköpfige Grafrather Delegation. Als Gastgeschenk hatte Kennerknecht eine Fahne und ein handgeschnitztes Wappen der Ampergemeinde im Gepäck.

Die Unterzeichnung beendet den langen Weg, den diese Partnerschaft bis zum Abschluss gehen musste. Begonnen hat er bereits im Sommer 2009 an einem Hotelhinweisschild an der Straßenabzweigung von der Nationalstraße nach Lyons-la Foret. Diesem Schild war der ehemalige Grafrather Gemeinderat Klaus Nerlich bei einem Urlaub gefolgt. Im Gespräch mit der deutschen Hotelbesitzerin Christiane Lorrain – gleichzeitig Stadträtin in Lyons – kam schnell deren Wunsch nach Unterstützung bei der Suche nach einer Partnergemeinde in Deutschland zur Sprache. „Nach einem Rundgang durch den wunderschönen Ort mit viel Flair und kulturellem Hintergrund griff ich diese Anregung auf“, berichtet Nerlich.

Im Juli 2012 fasste der Grafrather Gemeinderat den Grundsatzbeschluss für die Partnerschaft. Im gleichen Jahr gründete sich in Grafrath der Deutsch-Französische Verein und in Lyons-la Foret der Französisch-Deutsche Verein. Nach mehreren gegenseitigen Besuchen, auch mit dem damaligen Grafrather Bürgermeister Hartwig Hagenguth und seinem französischen Kollegen Thierry Plouvier, fällte schließlich das Grafrather Gremium im Dezember 2016 den einstimmigen Beschluss, die Partnerschaft offiziell zu machen. Etwas mehr als ein Jahr später ist die Sache nun fix.

„Nun liegt es an den Partnern, diese Partnerschaft mit Leben zu erfüllen“, sagt Nerlich. Die beiden Vereine hätten dabei schon viel auf den Weg gebracht. „Die Notwendigkeit der Pflege der Beziehung wird uns nicht nur durch die Europäische Krise vor Augen geführt.“

Auf der Autofahrt auf der Nationalstraße nach Rouen hätten die am Wege liegenden Soldatenfriedhöfe mit tausenden Toten eindringlich vor Augen geführt, welche Verantwortung auf unserer Generation liege. „Aus den Erbfeinden unserer Väter und Großväter sind Freunde geworden“, sagt Nerlich mit Blick auf die deutsch-französische Partnerschaft. „Ein Erfolg, auf den wir stolz sein können.“

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