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Die Visualisierung aus dem Jahr 2016 zeigt, was entstehen sollte.

Grafrath

Kritik an Fassade und Fenster: Klosterwirt-Bauherr soll nachbessern

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Die Fassade des neuen Klosterwirtgebäudes muss wohl noch einmal umgestaltet werden. Darauf pocht jedenfalls der Grafrather Bauausschuss. Farbe und Gestaltung der Fenster entsprechen nicht dem genehmigten Plan.

Grafrath – In der jüngsten Sitzung fand Peter Kaifler (Grüne) deutliche Worte für das Aussehen des Neubaus: Es sei eine Katastrophe und an Unverschämtheit nicht zu überbieten. Ihn ärgert vor allem die Form der Fenster. Schon vor einigen Wochen war bemängelt worden, dass der Bauherr keine Flügelfenster mit Mittelholm gewählt hat. Doch Kaifler geht noch weiter: „Statt eines stehenden Fensterformats sind sie nun eher quadratisch.“ Der Bauträger habe kein Gespür dafür, was er dem Ort antue, sagte Kaifler. „Das Ortsbild und das Ensemble von Wirtsgebäude, Kloster und Rassokirche leidet.“ Das Ratsgremium sei daran mit schuld, weil es viele Zugeständnisse bei der Bebauung und hinsichtlich der Zahl der Wohnungen gemacht habe.

Diesen Vorwurf wies Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) zurück. Die Räte seien sich mehrheitlich einig gewesen, dass man der Planung zustimmen könne. „Die Abweichungen sind bedauerlich.“ Gleichwohl habe der Eigentümer die Kubatur des Gebäudes erhalten, „obwohl er mit dieser Vorgabe nicht glücklich war“.

Auch die zitronengelbe Farbe der Fassade störte den Ausschuss. „In der Planung war der Farbton deutlich dunkler“, sagte Kennerknecht. Zudem wurden fehlende Fensterläden bemängelt.

Max Riepl-Bauer (CSU) forderte, dass der Gemeinderat deutlich macht, dass die Fassade so aussehen soll, wie sie geplant war. Kennerknecht warnte davor, Fronten zum Eigentümer aufzubauen: „Wir müssen mit ihm schließlich noch beim Stadel im Rahmen der Städtebauförderung zusammenarbeiten.“

Riepl-Bauer sieht dennoch den Bauherrn in der Bringschuld: „Wir sollten im Sinne des Ensembleschutzes darauf drängen, dass die Fassade umgebaut wird.“ Dem stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

Die finale Entscheidung liegt nun beim Landratsamt als Genehmigungsbehörde. Allerdings hatte auch der Denkmalschutz die aufgeführten Punkte bereits bemängelt. Kennerknecht glaubt deshalb, dass der Bauherr nicht durchkommt, wenn er eine Ausnahme beantragt.

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