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Entlang der Hauptstraße wird kein Schutzstreifen angebracht. Dafür soll ein einseitiges Halteverbot bergaufwärts eingerichtet werden. Dadurch fallen Parkplätze weg. 

Grafrath

Mehr Schutz für Radler auf der Kreisstraße

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Schon seit geraumer Zeit wird von verschiedenen Stellen moniert, wie gefährlich die Kreisstraße in Grafrath für Radfahrer sei. Deshalb soll nun an der Bahnhof- sowie der Mauerner Straße ein Fahrradschutzstreifen angebracht werden. Dadurch fallen jedoch Parkplätze weg.

GrafrathWegen der ganzen Beschwerden hatte der Gemeinderat beschlossen, sich beim für die Straße zuständigen Landkreis um einen Schutzstreifen zu bemühen. Nun kam die positive Antwort der Kreisbehörde – jedoch mit einem Hinweis: Weil die Straße zu eng ist, reicht das angedachte einseitige Halteverbot nicht aus. Es muss auf beiden Straßenseiten gelten.

Die Kreisstraße erstreckt sich gleich über drei Abschnitte: die Bahnhof-, die Haupt- und die Mauerner Straße. Im Gremium schwenkte man schnell auf die Linie von Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) ein: „Entlang der Mauerner Straße und in weiten Bereichen der Bahnhofstraße ist der Fahrradschutzstreifen vorstellbar.“

Kritischer sah der Rathauschef hingegen den Bereich an der Hauptstraße. Kennerknecht verwies darauf, dass sich der Parkdruck auf die umliegenden Anwohnerstraßen verlagern würde, wenn dort die Parkplätze wegfielen.

Arthur Mosandl (Grüne) schlug vor, den Fahrradstreifen von etwas hinterhalb der Amperbrücke bis zur Schlossbergstraße wegzulassen, dafür aber bergaufwärts ein Halteverbot zu errichten. Das Grünen-Ratsmitglied verspricht sich dadurch mehr Sicherheit für die Radler, weil diese nicht mehr so weit in die Straße ausweichen müssten.

Sepp Heldeisen (SPD) wollte den Schutzstreifen hingegen nicht für die sechs bis sieben Fahrzeuge opfern, die dort regelmäßig parken. „Auf die wenigen Parkplätze kommt es dann auch nicht mehr an“, meinte er. Vizebürgermeisterin Silvia Dörr von der Grafrather Einigkeit (GE) befürchtet aber Beschwerden der Anwohner an den Anliegerstraßen, wenn sich die parkenden Fahrzeuge dort hin verlagern.

Thomas Prieto Peral (Grüne) verwies außerdem darauf, dass die parkenden Fahrzeuge auch eine bremsende Wirkung hätten. Seine Fraktionskollegin Monika Glammert-Zwölfer kann sich vorstellen, den Schutzstreifen in diesem Bereich wegzulassen. „Allerdings ist es gerade dort der gefährlichste Bereich für Radfahrer“, sagte sie weiter. Aus diesem Grund müsse man schnell nach einer anderen Lösung zum Schutz der Radler suchen.

Einig war sich das Gremium am Ende bei der Frage, ob die Forderung nach dem Schutzstreifen entlang der Bahnhof- und der Mauerner Straße aufrecht erhalten werden soll: Das Votum fiel einstimmig zugunsten des Streifens aus. Entlang der Hauptstraße sprach sich hingegen eine knappe 9:6 Mehrheit dafür aus, den Schutzstreifen für die Fahrradfahrer wegzulassen.

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