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Rodung zwischen Grafrath und Moorenweis: Gute Gelegenheit zum Baumfällen

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Von: Max-Joseph Kronenbitter

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Auch einige größere Bäume müssen entlang der Straße gefällt werden. Alexander Beer, Leiter des Forstreviers Schöngeising, bedauert das. Er macht aber Hoffnung, dass sich bald wieder ein neuer Waldsaum bildet.
Auch einige größere Bäume müssen entlang der Straße gefällt werden. Alexander Beer, Leiter des Forstreviers Schöngeising, bedauert das. Er macht aber Hoffnung, dass sich bald wieder ein neuer Waldsaum bildet. © Kronenbitter

Die Straße zwischen Grafrath und Moorenweis wird vollgesperrt. Grund sind Rodungsarbeiten. Auf einer Breite von acht Metern kommt alles weg.

Grafrath/Moorenweis - Die bevorstehende Vollsperrung der Ortsverbindungsstraße zwischen Grafrath und der Einmündung in die Staatsstraße 2054 kurz vor Moorenweis nutzt die Staatsforstverwaltung für Rodungsarbeiten. „Wir werden den Waldrand östlich der Straße etwas zurückdrängen, um das Lichtraumprofil für einen längeren Zeitraum freizuhalten“, erklärt Revierleiter Alexander Beer.

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Der Rückschnitt von überhängenden Ästen und nachwachsendem Jungwuchs entlang der Straße sei üblicherweise alle zwei Jahre notwendig. „Mit der jetzigen Maßnahme wollen wir für fünf bis sieben Jahre Ruhe haben“, so Beer weiter. Dabei werden auf einer Breite von acht Meter ab Straßenkante auch alle Bäume entfernt. Neben Laubbäumen wie Linde, Buche und Ahorn lässt der Förster einzelne Fichten umsägen, die „potenziell Borkenkäfer gefährdet“ sind.

Letztere werden zu Bauholz verarbeitet, aus dem Laubholz werden Hackschnitzel, nur die Buche soll zu Brennholz verarbeitet werden. Wegen der notwendigen Trocknungszeit käme aber das Verheizen im kommenden Winter, für den die Leute derzeit „wie wahnsinnig“ Brennholz bevorraten, freilich nicht mehr in Frage.

„Ein Harvester wird die Rodungen ab Montag, 1. August, zwischen dem Ortsschild Grafrath und dem Waldrand kurz vor der Staatsstraße vornehmen“, berichtet Beer. Die sonst aufwendige Verkehrssicherung entfalle, weil die Strecke wegen der Asphaltierungsarbeiten ohnehin gesperrt sei. Der Revierleiter schätzt den Holzertrag auf maximal 800 Festmeter. Weil die Wurzelstöcke nicht entfernt werden, rechnet er mit einem baldigen Stockausschlag, sodass sich zügig ein neuer Waldsaum bilden wird. Der dortige „Fürstenfelder Wald“ liegt in Beers Forstrevier Schöngeising, ebenso betroffen ist der „Rosskasten-Wald“ des Forstreviers Moorenweis.  mjk

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