Varianten diskutiert

Pläne zu Einheimischenmodell in Mauern

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Den vorhandenen Platz gut ausnutzen, aber dennoch einen dörflichen Charakter behalten: Das soll beim geplanten Neubaugebiet für ein Einheimischenmodell im Grafrather Ortsteil Mauern verwirklicht werden.

Grafrath – Im Gemeinderat wurden jüngst Planungsentwürfe diskutiert. Drei Varianten lagen auf dem Tisch. „Ich denke, dass keiner der Vorschläge ad hoc als Bebauungsplan umsetzbar ist“, sagte Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei). Das sei aber auch nicht das Ziel des Ideenwettbewerbs gewesen.

Am Ende ging die Tendenz bei den meisten Räten dahin, die weitere Planung auf einem dieser Entwürfe aufzubauen. Dafür wollen die Kommunalpolitiker dann konkretere Vorgaben machen. Der favorisierte Entwurf sieht im Zentrum des Areals einen Platz mit einem kleinen Kreisverkehr als Erschließungsanlage vor. Mit zehn Wohneinheiten liegt man laut Kennerknecht bei der Ausnutzung der vorhandenen Flächen aber an der unteren Grenze.

Deshalb kamen auch die ausschließlich oberirdisch angelegten Parkplätze nicht bei allen Räten gut an. Burkhard von Hoyer (Bürger für Grafrath) wünscht sich eine Tiefgarage unter dem öffentlichen Platz. „Dann könnte man auch mehr Wohneinheiten unterbringen.“

Unterirdische Stellplätze waren im zweiten Entwurf vorgesehen. Der weist vielen Räten aber eine zu dichte Bebauung auf – ebenso wie der dritte Entwurf, der statt einer Tiefgarage außerdem einen üppigen Garagenhof für die Stellplätze vorsieht.

Letztlich ging die Tendenz bei den meisten Räten zur eher dörflichen Struktur wie im ersten Entwurf. „Das passt besser zu Mauern“, sagte Andrea Seidl (Frauenliste).

Strittig war jedoch der Vorschlag der Planerin, die Gebäude zum Ortsrand hin niedriger werden zu lassen. Nach Ansicht von Vize-Bürgermeisterin Ingrid Wild (SPD) solle man nur gleiche Hausformen zu gleichen Preisen anbieten, damit jeder Interessent mit den gleichen Kosten zu rechnen hat.

Für eine gemischte Bebauung mit unterschiedlichen Preiskategorien votierte dagegen Bernd Traut (Grafrather Einigkeit). „Dadurch bekommen wir eine gesunde soziale Mischung statt einer Ghettoisierung in irgendeine Richtung.“ Auch Sibylla Rathmann (CSU) sprach sich für unterschiedliche Haustypen aus: „Das bietet eine gute Qualität zum Wohnen.“

Welcher Planer seinen Entwurf weiter ausarbeiten darf, entschied sich in nichtöffentlicher Sitzung. Klar ist angesichts der Debatte aber, dass der endgültige Entwurf sich von den vorgelegten Varianten noch in einigen Punkten unterscheiden wird.

Rubriklistenbild: © dpa

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