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Grafrath sagt Nein zur Wohnbaugesellschaft

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Von: Andreas Daschner

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Baufirmen meiden Aufträge der öffentlichen Hand
Beispielfoto © picture alliance / Arno Burgi/dp / Arno Burgi

Die Gemeinde wird sich nicht an der interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck beteiligen. Der Gemeinderat sah mehrheitlich keinen Nutzen im Beitritt und lehnte diesen deshalb mit einem 4:9-Votum ab.

Grafrath –  Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist auch in Grafrath immer wieder Thema. In der geplanten interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft sieht Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) aber keinen adäquaten Weg, um dieses Ziel zu erreichen. „Die Gemeinde verfügt über kein entsprechendes Immobilienvermögen“, sagte er im Gemeinderat. Nur die beiden Wohnungen für die Hausmeister der Schule und des Bürgerstadls gibt es. Deren Verwaltung an eine Gesellschaft zu übertragen, sei wegen der Belegung durch die Gemeinde nicht sinnvoll. „Darüber hinaus verfügt Grafrath über keine Grundstücke, die sich für eine Wohnungsbaugesellschaft in Form von Geschosswohnungsbau eignen würden.“ Die Gesellschaft habe somit keinen Nutzen oder positiven Effekt für die Gemeinde.

Roger Struzena (Grüne) sah eher ein politisches Signal in einem Beitritt, „dass man auch in Grafrath etwas für den Mietwohnungsbau machen will“. Auch Hartwig Hagenguth (Bürger für Grafrath/BfG) stand einem Beitritt offen gegenüber. Bernd Traut (GE) verwies jedoch darauf, dass für bezahlbaren Wohnraum für Geringverdiener Grundstücke sehr dicht mit vielen Einheiten bebaut werden müssten: „Daran sind wir in Grafrath bislang immer gescheitert, auch weil die Fraktion der BfG gegen eine solche Bebauung ist.“

Kennerknecht erklärte, dass man in Grafrath beim Wohnungsbau andere Wege gehen werde – wie bereits mit dem Einheimischenmodell in Mauern und den geplanten Wohnungen im Obergeschoss des im Bau befindlichen Supermarkts an der Hauptstraße geschehen. Das sah auch die klare Mehrheit im Gremium so.  ad

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