Tempo 80
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Von 100, auf 80 und schließlich auf 60 soll die Geschwindigkeit am Ortseingang von Grafrath gebremst werden.

Aus dem Gemeinderat

Tempo-Limit vor der Verkehrsinsel

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Der Gemeinderat Grafrath hat seine Wünsche für eine Insel am Ortseingang Richtung Moorenweis in eine Planung gegossen. Nun muss mit dem Landkreis über die Kostenteilung gesprochen werden. Das Bauwerk kostet mehr als 200.000 Euro.

Grafrath – Gebaut wird die Verkehrsinsel als Querungshilfe für Radfahrer, wenn der Landkreis den geplanten Radweg nach Moorenweis errichtet. Daneben soll die Insel durch eine Verschwenkung auch Raser ortseinwärts ausbremsen – aufgrund der Topografie kein ganz einfaches Unterfangen. Karlheinz Dischl (CSU/BV) hatte bereits in einer früheren Sitzung darauf hingewiesen, dass durch das starke Gefälle Richtung Grafrath Autos zu schnell in die Verschwenkung fahren und von der Straße abkommen könnten.

Ortsschild soll versetzt werden

Planer Manfred Ziegler will dieser Gefahr durch eine entsprechende Beschilderung entgegen wirken. Zum einen soll das Ortsschild weiter ortsauswärts versetzt werden. Davor soll die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 100 über 80 auf 60 Stundenkilometer reduziert werden. „Eine Zeit lang nach dem Umbau sollte man außerdem deutlich auf die geänderte Verkehrsführung hinweisen“, riet der Planer.

Baulich hat Ziegler die Insel etwas in die Länge gestreckt, so dass sie einfach zu befahren ist. Außerdem neigt sich die Straße zur Insel hin, nicht zum Straßenrand. „Das verringert auch die Gefahr, dass man von der Fahrbahn abkommt“, erläuterte der Planer. Auf Wunsch der Ratsmitglieder hat Ziegler außerdem die Aufstellflächen für Radfahrer vergrößert, sodass auch Lastenräder problemlos Platz darauf finden.

Neuer Entwurf ist 25.000 Euro teurer als der alte

Die Umplanungen haben ihren Preis: Gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung in Höhe von 178.000 Euro ist der neue Entwurf um 25.000 Euro teurer geworden. Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteilos) wird nun mit dem Landkreis verhandeln, der bereits eine Kostenbeteiligung in Aussicht gestellt hat.

Nötig ist außerdem noch ein Grunderwerb. Hier sind laut dem Rathauschef bereits erste Gespräche geführt worden. „Dieses Thema lässt sich lösen“, sagte er.

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