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Tragischer Unfalltod eines 18-Jährigen macht ganze Schule fassungslos

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Von: Klaus Greif, Thomas Steinhardt

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Blumen und Kerzen wurden als Zeichen der Trauer und zur Erinnerung an der Unfallstelle niedergelegt. © Daschner

Nach dem Unfalltod eines 18-Jährigen bei Grafrath herrscht große Betroffenheit. Familie, Freunde, Mitschüler und Lehrer können das Unglück kaum fassen.

Germering –  Das Carl-Spitzweg-Gymnasium in Germering, das der 18-Jährige besuchte, versucht trotz Corona-Auflagen, der Trauer um das Unfallopfer einen würdigen Rahmen zu verleihen.

Der Unfallhergang

Der 18-Jährige fuhr am vergangenen Freitag, 12. Juni, mit dem Motorrad von Grafrath in Richtung Mauern. Gegen 16 Uhr erreichte er die Einmündung der Adalmundstraße. Eine entgegenkommende Autofahrerin wollte in diesem Moment dort links abbiegen. Die Frau übersah den 18-Jährigen auf dem Motorrad. Der Schüler konnte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern und prallte in die Beifahrerseite des Wagens. Dabei wurde er so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort starb. Auch ein zufällig vorbeikommender Arzt konnte den jungen Mann nicht mehr retten.

Freunde sahen zu

Zwei Freunde des Schülers mussten den furchtbaren Zusammenstoß mit ansehen. Sie fuhren mit ihren Maschinen hinter dem 18-Jährigen, der erste hatte etwa 100 Meter Abstand zu dem Verunglückten. So konnten die beiden Begleiter rechtzeitig bremsen. Die schrecklichen Bilder des Unfalls werden sie aber wohl für immer mit sich herumschleppen. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich vor Ort um sie und die Autofahrerin, die alleine im Wagen gesessen hatte.

Fragt man bei der zuständigen Polizei Fürstenfeldbruck nach der Ursache für den Unfall, erhält man folgende Antwort: Es waren die unglücklichsten Umständen, die man sich vorstellen kann.

E-Mail an alle

Am Carl-Spitzweg-Gymnasium (CSG) hat Schulleiterin Rita Bovenz in Absprache mit den Eltern des Q11-Schülers die gesamte Schulfamilie informiert. Jeder Schüler bekam eine E-Mail zu dem tragischen Unfall. Am Gymnasium selbst wurde ein Trauerbereich mit Kondolenzbuch eingerichtet. „Das ist von den Schülern und Lehrern sehr gut angenommen worden“, sagt Bovenz.

Krisenteam an Schule

Am Spitzweg-Gymnaisum sprach sich die tragische Nachricht am Montag in Windeseile herum. Vor allem seine Mitschüler der Klassenstufe Q11 waren geschockt, Schulpsycholgen des Kriseninterventions- und Bewältigungsteams (KIBBS) sprachen mit ihnen. Am Dienstag standen die KIBBS-Helfer noch für Einzelgespräche zur Verfügung. In der Schule überlegt man nun, ob noch eine interne Trauerfeier möglicherweise im Außenbereich durchgeführt werden kann. kg/st

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