Kinder spielen mit Spielzeug
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Spielzeug für Kinder. (Symbolbild)

Grafrath

Vorbereitet für den nächsten Wechselunterricht

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Laut waren die Proteste der Grafrather Eltern, als im Landkreis vor den Herbstferien der Wechselunterricht an den Schulen eingeführt wurde. Die Gemeinde hatte daraufhin mit der Schule ein Konzept erarbeitet, das die Betreuung aller Kinder im Schulhaus sicherstellen sollte. Dieses Konzept ist nun aber erst einmal für die Schublade.

Grafrath – Der Kulturausschuss der Gemeinde wurde von den aktuellen Ereignissen überholt. Eigentlich wollte Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) eine Lösung für den Wechselunterricht präsentieren. Doch dann hatte Landrat Thomas Karmasin verkündet, dass nach den Herbstferien wieder alle Kinder die Schule gleichzeitig besuchen dürfen. Für umsonst hält der Rathauschef das Konzept aber nicht: „Man wird den Schulbereich Tag für Tag beobachten und dann entsprechend reagieren müssen“, sagte Kennerknecht.

Für den Fall eines neuerlichen Wechselunterrichts habe man nun Möglichkeiten geschaffen. Mit daran beteiligt war auch Dritte Bürgermeisterin Gabriele Oellinger (Frauenliste Grafrath/FLG).

Schon vor den Herbstferien konnten alle ersten und vierten Klassen in der Schule betreut werden. Dazu wurde unter anderem die Mensa genutzt. Die Schüler wurden von eigens angeworbenem Personal – Lehramts-Studenten, pensionierte Lehrer und Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschule (OGTS) – betreut. „Wir haben einen Pool von 15 Leuten“, sagte Oellinger. Die Kinder wurden bis 11.30 Uhr nach dem Tagesplan der Lehrkräfte unterrichtet – im Wechsel mit Pausen und Bewegungsmöglichkeiten. „Danach konnten die Kinder entweder in die OGTS oder nach Hause gehen“, erläuterte sie. Dieses Angebot sollte nun auch auf die zweiten und dritten Klassen ausgeweitet werden. Oellinger: „Wir wären für einen weiteren Distanzunterricht vorbereitet.“

Bei den Jüngeren gab es ohnehin wenige Probleme, wie Kennerknecht berichtete. In der Krippe hätten viele Eltern ihren Nachwuchs freiwillig aus der Betreuung genommen. In den Kindergärten St. Mauritius und in Marthashofen wurde der Wechselbetrieb durchgezogen. „Da gab es kaum Beschwerden von Eltern.“

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