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Die Baustelle am Klosterwirt ist im vollen Gange.

Gelder aus der Städtebauförderung beantragt 

Schönerer Klosterwirt könnte sich lohnen

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Satte Zuschüsse können sich die Gemeinde Grafrath und die Grundeigentümer für die Verschönerung des Umfeldes am Klosterwirt erhoffen. Die Kommune hat sich um Gelder aus der Städtebauförderung beworben. Die Förderquote: bis zu 80 Prozent.

GrafrathLange wurde in Grafrath um den Klosterwirt gestritten. Zwei Großprojekte sind gescheitert, ehe nun ein Bauträger das alte Gebäude abgerissen hat. Nun sollen an der Stelle des ehemaligen Wirtshauses Wohnungen entstehen. Der denkmalgeschützte Stadel wird erhalten und könnte zum Beispiel Platz für eine Gastronomie bieten.

Im Rahmen des Bebauungsplanes will die Gemeinde aber auch das Umfeld gehörig aufwerten – das Planungsgebiet erstreckt sich bis zur Rassokirche an der B 471. Ein teures Unterfangen, das nun bedeutend billiger kommen könnte. Bauministerin Ilse Aigner hat kurzfristig ein neues Programm im Rahmen der Städtebauförderung aufgelegt. Unter dem Motto „Innen statt Außen“ stehen insgesamt 100 Millionen Euro für Kommunen zur Verfügung, die ihren Ortskern zugunsten der Entwicklung an den Ortsrändern beleben wollen. Bei derartigen Maßnahmen übernimmt der Freistaat Bayern bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten.

Für den Klosterwirt hatte Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) schon einmal Zuschüsse aus der Städtebauförderung loseisen wollen. Damals war er unter anderem am fehlenden Interesse der Eigentümer des Klosterwirts und des ebenfalls zur Überplanung anstehenden, sogenannten Huber-Grundstücks gescheitert.

Grund dafür waren damals die mit der Förderung verbundenen Vorschriften für die Grundstücksentwicklung gewesen. Mit dem neuen Programm „Innen statt Außen“ wird indessen eher die Kommune in die Pflicht genommen. Zugunsten des Kloster-Areals würde die Gemeinde Grafrath nämlich mögliche andere Gebiete aus dem Flächennutzungsplan herausnehmen, die ohnehin in absehbarer Zeit nicht für eine bauliche Entwicklung in Frage kommen.

Kennerknecht sieht in dem Programm „eine veritable Chance, bis zu 80 Prozent Förderung zu bekommen“. Laut Rathauschef könne die Gemeinde so Planungskosten refinanzieren oder Gelder für den Ausbau des Straßenbereichs erhalten – eine erfolgreiche Bewerbung Grafraths immer vorausgesetzt.

„Und auch den Eigentümern von Klosterwirt-Stadel und Huber-Grundstück bieten sich dann attraktive Lösungen für staatliche Zuschüsse“, sagte Kennerknecht. Noch habe er deren Interesse allerdings nicht abklopfen können. Das Förderprogramm wurde nämlich sehr kurzfristig ins Leben gerufen. So kurzfristig, dass der Bürgermeister den Antrag bereits stellen musste, bevor der Gemeinderat darüber entscheiden konnte. Die Bewerbungsfrist endete am 16. Juli, die Ratssitzung fand erst danach statt.

„Wenn der Gemeinderat die Bewerbung ablehnt, ziehe ich sie eben wieder zurück“, sagte Kennerknecht in der jüngsten Sitzung. Doch diese Arbeit kann er sich sparen. Bei einigen Räten herrschte zwar Skepsis, ob die Bewerbung Erfolg haben wird. Dennoch segnete das Gremium sie ab.

Vor knapp zwei Jahren ging man davon aus, alles selbst bezahlen zu müssen.

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