Feneberg

Grafrather Supermarkt: Betreiber steht fest

Grafrath – Jetzt ist es raus: Der neue Supermarkt an der Grafrather Hauptstraße wird von der expandierenden Firma Feneberg aus Kempten übernommen.

 Edeka oder Rewe? Das war lange Zeit die Frage beim Betreiber für den geplanten Supermarkt an der Hauptstraße. Die Antwort lautet: Feneberg. Die Familie Sedlmeier, die den Supermarktbau in Eigenregie vorantreibt, nachdem sie sich nicht mit anderen Bauträgern einigen konnte, hat sich für die Kemptener Kette entschieden, die in der Region bislang eher unbekannt ist.

Die Familie Feneberg betreibt insgesamt 76 Supermärkte – vorwiegend im Allgäu. In der Region München sind es bislang vier: drei in München und einer in Erding. In Grafrath soll nun Filiale Nummer fünf entstehen. „Bei unseren Recherchen nach potenziellen neuen Standorten in der Region zwischen Landsberg und München haben wir erfahren, dass in Grafrath ein Nahversorger geplant ist“, sagte Unternehmenssprecherin Sonja Kehr dem Tagblatt auf Nachfrage. „Grafrath hat sich für uns entschieden.“

Der Standort in Grafrath ist offenbar ein erster Expansionsbaustein für Feneberg. Kehr bestätigt jedenfalls, dass der Supermarktbetreiber in der Region um München wachsen will. In Grafrath verfolgt das Unternehmen das gleiche Konzept wie in den anderen Filialen und setzt möglichst auf regionale Produkte. „Wir arbeiten auch schon mit Lieferanten aus der Region um Grafrath zusammen“, sagte Kehr. So beziehe man zum Beispiel Kartoffeln aus Geltendorf und Schweinefleisch aus Scheuring (Landkreis Landsberg).

Mit 850 Quadratmetern Ladengröße soll der Supermarkt nun kleiner ausfallen, als geplant war. Bislang hieß es im Gemeinderat, dass eine Filiale unter 1200 Quadratmetern nicht wirtschaftlich sei. Die Kemptener Firma sieht das offenbar anders.

Bis mit dem Bau des Marktes auf dem Damian-Grundstück begonnen werden kann, wird es aber noch ein wenig dauern. „Der Planer muss die Pläne nun an die neuen Gegebenheiten anpassen“, sagt Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei). Anschließend müsse der Gemeinderat das Vorhaben auch noch in den Bebauungsplan gießen. Kennerknechts Plan: „Im ersten Quartal 2017 sollten wir das im Gemeinderat beraten können.“

Dass nun weniger Ladenfläche geplant wird, könnte wieder Kritiker auf den Plan rufen, befürchtet der Rathauschef. „Aber wir müssen die Gegebenheiten in Grafrath betrachten.“ Eine davon ist die Tatsache, dass das früher ebenfalls für den Markt geplante Weinberger-Grundstück nicht Sedlmeier, sondern der Scherbaum AG gehört. Die ist nach einem Gerichtsurteil als Investor aber aus dem Rennen. (ad)

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