Die Franziskanerpatres am Altar (v.l.): Ludwig Mazur, Alan Brzyski (Provinzial der Breslauer Franziskaner), Cornelius Bohl (Provinzial der bayerischen Franziskaner), Florian Malcherczyk, Benedykt Piecha und Ferdinand Tomanek. Foto: MJK

Zahlreiche Besucher

180 Jahre in Grafrath: Franziskaner erinnern mit Festgottesdienst

Grafrath – Seit mittlerweile 180 Jahren wirken die Franziskaner im Kloster Grafrath. Dieses Jubiläum wurde jetzt mit einem Kirchenzug sowie einem anschließenden Festgottesdienst in der Kirche St. Rasso gefeiert.

Nicht nur zahlreiche Gottesdienstbesucher waren zu diesem Anlass gekommen. Auch hoher Besuch war eigens dafür angereist: Sechs Franziskanerpatres, darunter auch die zwei Provinziale Pater Alan Brzyski aus Polen und der bayerische Pater Cornelius Bohl. Provinziale sind für mehrere Klöster verantwortlich. Bei den Feierlichkeiten waren außerdem auch zwei evangelische Geistliche, 60 Ministranten sowie 23 Fahnenabordnungen dabei.

Das Wirken der Franziskaner in Grafrath begann im April 1836 mit einem auf Geheiß König Ludwig I. geschlossenen Vertrag. Die ersten rund 150 Jahre waren dort ausschließlich bayerische Franziskaner für die Seelsorge der Ampertaler und Wallfahrer zuständig. Mittlerweile erstreckt sich der Pfarrverband Grafrath auch auf die Orte Kottgeisering, Landsberied, Schöngeising, Aich und Holzhausen.

Pater Cornelius Bohl leitete den Festgottesdienst. In seiner Predigt unterstrich der Geistliche, dass die Franziskaner ihren Dienst aus persönlicher Berufung und Pflichbewusstsein tun. „Die Kirche darf nicht um sich selber kreisen“, betonte Bohl. „Es geht nicht um uns, sondern um das Evangelium“.

Der Festausklang mit einem Mittagessen fand anschließend im Klostergarten statt. Der polnische Provinzial Alan Brzyski berichtete dabei, dass die Klöster in seiner schlesischen Provinz keine Nachwuchssorgen hätten. Da es dort viele Neupriester gäbe, sei auch das Engagement der Franziskaner in Grafrath künftig gesichert, erklärte er.

Mit einem Gottesdienst zum Franziskusfest wurden die Feierlichkeiten gestern offiziell abgeschlossen.  

von Max-Joseph Kronenbitter

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