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Das Piratenschiff im evangelischen Kindergarten Regenbogen in Puchheim.

Grafrath

Kindergarten soll mit Piratenschiff attraktiver werden

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Die Gemeinde will für die Neugestaltung des Außenbereichs des St. Mauritius-Kindergartens Geld locker machen. Der Sozialausschuss stellte eine Förderung im mittleren bis höheren vierstelligen Bereich in Aussicht.

Grafrath –  Die Eltern wünschen sich, dass die wenig ansehnlichen Spielflächen im Freien verschönert werden. Unter anderem sollen unansehnliche Fallschutzmatten unter einer Schaukel gegen Rindenmulch getauscht, der Fußballplatz neu angelegt und eine neue Rutsche an einem nicht genutzten Hang installiert werden. Die Kosten belaufen sich einem Konzept der Eltern zufolge auf rund 35 000 Euro, können aber durch Eigenleistung noch reduziert werden.

Nach Ansicht von Gerald Kurz (CSU) sollte das wohl auch geschehen, denn er hielt die Höhe dieses Betrags noch für diskutabel. Am stärksten schlägt ein Piratenschiff zu Buche, das knapp 10 000 Euro kostet und von Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) als „Königsspielgerät“ bezeichnet wurde. Generell standen die Ausschussmitglieder dem Ansinnen der Eltern aber sehr positiv gegenüber.

„Ich finde grundsätzlich jede Art von Eigeninitiative Klasse“, sagte Kurz. Der Wunsch nach einer Verschönerung der Flächen sei legitim und solle von der Gemeinde gefördert werden. Josef Heldeisen (SPD) regte an, dass der gemeindliche Bauhof bei gewissen Arbeiten helfen soll.

Auch Roger Struzena (Grüne) stimmte einer Förderung zu und wollte sogar noch einen Schritt weiter gehen. Er will die Außenflächen vergrößern. Struzena kann sich vorstellen, dass hierzu Flächen der angrenzenden Schule von beiden Einrichtungen genutzt werden sollen. Dem steht Josef Heldeisen (SPD) kritisch gegenüber, da die Sicherung der Areale dadurch komplizierter würde. „Besser wäre, wenn man die Flächen einfach abtreten würde.“ Kennerknecht möchte aber erst prüfen, ob eine Erweiterung in dieser Form von der Leitung des Kindergartens überhaupt gewünscht wird.

Gabriele Oellinger (FLG) verwies außerdem auf Flächen zwischen Kindergarten und dem neuen Kräutergarten an der B 471, die auch der Kirche gehören. „Dort gibt es noch Erweiterungsmöglichkeiten.“

Einen Zuschuss stellte der Sozialausschuss einstimmig in Aussicht. Die genaue Höhe soll im Rahmen der Haushaltsberatung festgelegt werden. Denn dann steht auch fest, ob und in welcher Höhe die Sozialstiftung Geld fließen lässt. Kennerknecht will die Höhe des Zuschusses davon abhängig machen. „Wir wollen die Eltern schließlich nicht im Regen stehen lassen, nicht dass sie am Ende nur ein halbes Piratenschiff hinstellen können.“  ad

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