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Das Rathaus in Grafrath

Grafrath

Kandidatenkarussell um Bürgermeisteramt

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Zwei alte Kontrahenten und ein ganz Neuer könnten auf Amtsinhaber Markus Kennerknecht (parteifrei) bei der Kommunalwahl im März 2020 warten. Noch halten sich die Gruppierungen bedeckt. Aber die Gerüchteküche brodelt.

Grafrath –  Bislang hat nur die CSU verlautbaren lassen, dass sie erneut Kennerknecht ins Rennen schicken wird. Bereits vor sechs Jahren hatte die Partei, die auf Grafrather Ebene gemeinsame Sache mit der Bürgervereinigung (BV) macht, den Hattenhofener ins Rennen geschickt. Fraktionssprecher Gerald Kurz ist mit dem Erreichten zufrieden: „Wir konnten alle Punkte unseres Wahlprogramms umsetzen und zugleich hat sich mit dem Bürgermeister die Debatte im Gemeinderat versachlicht und eklatant verbessert.“ Im Ort gilt es als wahrscheinlich, dass die Frauenliste und diesmal auch die Grafrather Einigkeit (GE) Kennerknecht unterstützen wird. Bei den vergangenen Wahlen hatte die GE mit Christian Strasdat noch einen eigenen Kandidaten gestellt.

Kandidatur nicht ausgeschlossen

Des Weiteren waren Josef Heldeisen für die SPD und Martin Söltl für die Bürger für Grafrath (BfG) am Start. Beide gelten unter der Hand auch im März bei der Kommunalwahl wieder als mögliche Kandidaten. Sowohl Heldeisen, als auch Söltl halten sich aber noch bedeckt. „Das ist noch in der Diskussion“, sagt der SPD-Gemeinderat. Seine Kandidatur sei aber nicht ausgeschlossen – wohl aber, dass ein anderer Kandidat nominiert wird. Heldeisen bestätigte auf Nachfrage, dass die SPD entweder ihn oder keinen Bürgermeisteranwärter stellen wird. Klarheit gibt es spätestens im Dezember. „Dann werden wir unsere Nominierungsversammlung durchführen“, so Heldeisen.

Söltl erklärt indessen, dass noch gar nichts besprochen sei. Es stehe auch noch kein Zeitplan für die Nominierung. „Wir sehen das ganz entspannt.“ Ob er selbst noch einmal antritt, sei noch gar nicht besprochen worden. Einen Vorstoß wollte er nicht wagen: „Das entscheiden wir bei den BfG gemeinsam.“

Was machen die Grünen?

Die ökologisch ausgerichtete BfG-Gruppierung könnte im kommenden März aber auch starke Konkurrenz mit ähnlichen politischen Zielen bekommen. Denn auch bei den Grünen scheint es nicht ausgeschlossen, dass man erstmals einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken wird. In der Gerüchteküche kochte zuletzt der Name Thomas Prieto Peral hoch. Der war zuletzt zu einem der Sprecher des neuen Grünen Ortsverbands Ampermoos für die Region um Grafrath, Kottgeisering, Moorenweis, Türkenfeld, Schöngeising und Landsberied gewählt worden.

Auch er stimmt auf die Frage, ob die Grünen einen Kandidaten stellen, in das Lied von Heldeisen und Söltl ein: „Es ist noch keine Entscheidung gefallen.“ Es finden Gespräche statt, Kandidaten für Bürgermeisteramt und Gemeinderatsliste für die Kommunalwahl 2020 sollen aber erst nach den Ferien besprochen werden. Zudem will Prieto Peral mit den anderen Gruppierungen reden – insbesondere mit der BfG. „Wegen der inhaltlichen Überschneidungen in unseren Programmen“, wie er sagt.

Das Programm der CSU

Die CSU geht nicht nur bei der Benennung des Bürgermeisterkandidaten - die Nominierung ist für den 25. Oktober geplant –, sondern auch beim Wahlprogramm früh in die Offensive. Als erste Gruppierung in Grafrath haben die Unions-Politiker nun ihre Ziele bekannt gegeben. Unter anderem soll eine eigene Ökobilanz für Grafrath erstellt und auch der schon einmal angedachte Kauf des Bahnhof-Areals wieder forciert werden. Erreichen will die CSU das unter anderem mit den bestehenden Fraktionsmitgliedern. Der Ortsvorsitzende Gerald Kurz, der wieder als Spitzenkandidat ins Rennen gehen dürfte, bestätigte auf Nachfrage, dass alle amtierenden CSU-Räte wieder kandidieren werden

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