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Hier wächst ein Kräutergarten: Gabi Oswald von den Gartenfreunden, Bernd Traut vom Vorstand der Kulturstiftung und Bürgermeister Markus Kennerknecht beim Spatenstich. 

Im Kräutergarten können künftig alle etwas lernen

Grafrath – Spatenstich für ein Naturprojekt: Auf dem ehemaligen Schulgrundstück an der Ecke Birkenweg/B471 entsteht ein Kräutergarten der Gartenfreunde Grafrath. Das Besondere daran: Der Garten soll nicht nur dem Verein, sondern auch der Öffentlichkeit und vor allem den benachbarten Schülern als eine Art Lehrgarten dienen.

„Der Kräutergarten soll ein zentraler Mittelpunkt für Veranstaltungen, Aktionen und Treffen werden“, sagt Gabi Oswald, Vorsitzende der Gartenfreunde. Es solle nicht nur ein Kräuter-, sondern vielmehr ein Erlebnisgarten für Jung und Alt werden. Oswald liegt es am Herzen, „Kindern die Wichtigkeit der Natur näherzubringen“. Deshalb freut sich die Vereinschefin, dass die Gartenfreunde nun die Möglichkeiten haben, den Kräutergarten zu bauen.

Möglich wurde dies, weil Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) zusammen mit dem Schulverband das Gelände zur Verfügung gestellt hat. Außerdem wird das Projekt von der Kulturstiftung mit knapp 20 000 Euro bezuschusst. Kennerknecht sieht das Gelände, das zuvor als Grüngutdeponie missbraucht worden sei, damit wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt.

Wie der dritte Vorsitzende der Gartenfreunde, Franz Hanisch, sagt, soll der Kräutergarten voraussichtlich einmal im Monat für die Allgemeinheit geöffnet werden. „Außerdem könnte auch die benachbarte Arbeiterwohlfahrt einen Schlüssel bekommen.“ Dann hätten auch die Vereine die Möglichkeit, die Fläche zu besichtigen und zu nutzen.

Bis der Garten endgültig fertig ist, wird es aber wohl noch dauern. Die Lagerhütte der Gartenfreunde steht zwar bereits, allerdings fehlt noch die Dachrinne, mit der das Regenwasser gesammelt werden soll. „Bis nächstes Jahr sollen zumindest die Hochbeete fertig sein, damit die Kinder dort etwas pflanzen können“, sagt die zweite Vorsitzende der Gartenfreunde, Sybilla Rathmann.

Die restlichen Beete und Wege würden derzeit noch geplant. „Das wird noch dauern“, so Rathmann – und schiebt hinterher: „Aber ich denke, so etwas wird eh nie ganz fertig.“

Andreas Daschner

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