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Der Einfirsthof in der Römerstraße im Grafrather Ortsteil Mauern ist aufgrund seiner Bauweise eine historische Seltenheit . 

Sanierung des Einfirsthofs in Mauern

Lösung für historischen Bauernhof in Grafrath ist in Sicht

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Seit über einem Jahr ringt der Grafrather Gemeinderat darum, den denkmalgeschützten Bauernhof an der Römerstraße im Ortsteil Mauern sanieren zu lassen. Nun scheint eine Lösung gefunden – sofern das Landratsamt zustimmt.

Grafrath – Bei dem Gebäude handelt es sich um eine bauhistorische Seltenheit: einen sogenannten Einfirsthof. Hier sind Wohnbereich, Stall und Stadel in einer Flucht zusammengebaut. Ein später erfolgter und nicht geschützter Stallanbau soll abgerissen werden.

Schon zuvor waren sich Gemeinde und Landratsamt bei einem Ortstermin nicht einig, wie mit der Fläche, auf der noch der Anbau steht, umgegangen werden soll. Die Gemeinde würde dort gerne einen Ersatzbau – ein Verbindungsbau zu einem geplanten Wohngebäude – sehen, weil der Winkelbau den Ortseingang prägt. Der Denkmalschutz würde dagegen den Einfirsthof gerne als frei stehendes Gebäude sehen.

In dem nun vom Bauausschuss abgesegneten Bebauungsplanentwurf ist der Verbindungsbau vorhanden. Gelöst ist auch das Problem einer früheren Planung, bei der nur neun Stellplätze vorhanden waren – nach Ansicht der Ausschussmitglieder zu wenig. Das wurde nun nach oben korrigiert. Jetzt sind zwölf Stellplätze vorgesehen, die in einer Tiefgarage liegen.

Doch genau das bietet nun auch wieder Konfliktpotenzial mit der Kreisbehörde. „Die Tiefgarage reicht ein Stück weit in den dortigen Hang hinein“, sagte Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei). Hier sei ein Konflikt mit der Unteren Naturschutzbehörde möglich. Ebenfalls schwierig sei die geplante Zufahrt vom Grundstück auf die Kreisstraße.

Dass der Einfirsthof vom Bauwerber auch wirklich saniert wird, soll laut Kennerknecht durch einen städtebaulichen Vertrag sichergestellt werden. Darin soll festgeschrieben werden, dass mit der Sanierung begonnen wird, bevor das neue Einfamilienhaus im östlichen Bereich des Grundstücks errichtet wird. Mit dieser Lösung sowie mit dem Planentwurf gaben sich die Grafrather Ausschussmitglieder einstimmig zufrieden. Der Bebauungsplan wird nun ausgelegt und die Behörden zu der Planung befragt. Dabei wird sich zeigen, wie viel Konfliktpotenzial mit dem Landratsamt in der Planung steckt.

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