Zweimal der erste Platz: Andreas Merkl mit den Pokalen.  „Der Sieg zeigt mir, dass ich mich für den richtigen Beruf entschieden habe.“

Grafrather Zimmerer (19) ausgezeichnet 

Mit einem Dachstuhl ganz oben gelandet

Dachstühle wird Andreas Merkl in seinem Leben wohl noch so einige bauen. Schließlich lernt der 19-jährige Grafrather den Beruf des Zimmerers. Doch eines seiner Modelle hat schon jetzt einen besonderen Platz bei dem Auszubildenden: Mit dem hat er nämlich einen internationalen Wettbewerb in Österreich gewonnen.

GrafrathEigentlich befindet sich Merkl gerade mitten im Prüfungsstress: Die Abschlussarbeiten stehen unmittelbar bevor. Dennoch musste er nicht zweimal überlegen, als er einen Anruf seiner Berufsschullehrer Andreas Schmelcher und Kurt Fortner bekam. Ob er nicht zusammen mit einem Klassenkameraden im Mai zwei Tage lang an einem internationalen Wettbewerb für Zimmerer-Lehrlinge teilnehmen wolle, fragten die Lehrer.

Für Merkl keine Frage, schließlich liebt der junge Mann seinen Beruf. „Er ist vielseitig und man arbeitet mit natürlichen Rohstoffen“, beschreibt Merkl die Vorzüge. Und: Man arbeite viel an der frischen Luft. „Das ist an manchen Tagen zwar hart, aber die schönen Tage überwiegen.“

Beim Wettbewerb im niederösterreichischen Pöchlarn trat der Grafrather gegen Konkurrenz aus Österreich, Bayern, Thüringen, Ungarn, Tschechien und Südtirol an – insgesamt 23 Zimmerer-Lehrlinge. Erst mussten die Teilnehmer ihre Arbeit auf dem Papier entwerfen – der sogenannte Aufriss. Dafür hatten sie zwei Stunden Zeit. Danach blieben drei weitere Stunden, um das Werkstück auszuarbeiten.

Mit seinem Dachstuhl-Modell sicherte sich der Grafrather am Ende gleich zwei Pokale: sowohl für den ersten Platz bei den nicht aus Österreich stammenden Teilnehmern als auch für Platz eins insgesamt. „Der Sieg zeigt mir, dass ich mich für den richtigen Beruf entschieden habe“, sagt der 19-Jährige. Er habe nun die Bestätigung, dass er auch weiterhin als Zimmerer arbeiten werde.

Einen Grundstock an Werkzeug hat er nach dem Sieg beim Wettbewerb schon einmal. Denn neben einem hochwertigen Akkuschrauber bekam er als Preis auch noch diverse andere kleine Geräte.

Und auch Pläne für seine Zukunft hat Merkl bereits. Nach dem Ende seiner Ausbildung will er die Meisterprüfung angehen. Wie es dann weitergeht, ist aber noch offen. „Ob ich eine eigene Firma aufmache, weiß ich noch nicht“, sagt er. Und ergänzt nach kurzem Nachdenken: „Ein schöner Gedanke wäre es auf jeden Fall.“

von Andreas Daschner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Zu alt für die Kasse, aber zu gut für den Müll
Viele Lebensmittel, die wir einkaufen, landen am Ende im Müll. Jetzt soll ein Pilotprojekt im AEZ Fürstenfeldbruck dies verhindern. Hier werden nun Lebensmittel …
Zu alt für die Kasse, aber zu gut für den Müll
Rätselhafte Blüte im Herbst
Heute beginnt der Herbst – und damit die Saison der bunten und fallenden Blätter. So steht es zumindest im Kalender. Viele Bäume der Region aber blühen und treiben neue …
Rätselhafte Blüte im Herbst
Hubschrauber weckt Puchheimer: Polizei jagt mutmaßlichen Einbrecher
Einen per Haftbefehl gesuchten Mann hat die Puchheimer Polizei in der Nacht auf Freitag gesehen. Doch der Verdächtige ergriff die Flucht. Per Hubschrauber wurde er …
Hubschrauber weckt Puchheimer: Polizei jagt mutmaßlichen Einbrecher
Felix aus Maisach
Stolz präsentiert Alexander Rauh aus Maisach seinen dritten Sohn Felix. Mit ihm freuen sich seine Ehefrau Marika und die Söhne Leonardo (9) und Fabio (6). Felix …
Felix aus Maisach

Kommentare