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Solarpark soll möglichst schnell genehmigt werden

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Von: Andreas Daschner

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Solarpark  in Penzberg.
Ein Solarpark (Beispielfoto) © Schörner

Der Bau einer Freiflächen-Photovoltaikanlage (PV) durch den Grafrather Landwirt und CSU-Gemeinderat Max Riepl-Bauer soll von politischer Seite möglichst schnell ermöglicht werden.

Grafrath – Aus diesem Grund wird das angestrebte Konzept für die Entwicklung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet nicht vorab, sondern parallel erarbeitet werden.

Wie berichtet, plant Riepl-Bauer im Bereich des sogenannten Inninger Felds beim Ortsteil Mauern den Bau eines Solarparks. Im Gemeinderat hatte man dem bei einer früheren Beratung offen gegenübergestanden. Auf Antrag der Grünen sollte aber ein generelles Konzept erarbeitet werden, unter welchen Voraussetzungen derartige Anlagen auf Gemeindeflur genehmigt werden können.

Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) hat bereits bei Planungsbüros für die Erstellung des Konzepts vorgefühlt. Er befürchtet nun jedoch, dass das Verfahren zu lange dauern könnte – und Riepl-Bauers Projekt dadurch sogar zu scheitern droht. Grund ist, dass der Landwirt seinen Strom über ein Umspannwerk ins öffentliche Netz einspeisen muss. Derzeit hat Riepl-Bauer eine Zusage für eine Einspeisung in Aich.

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Das Umspannwerk

„Das Umspannwerk wird aber sicher nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag für ihn reserviert“, sagte Kennerknecht. Der Rathauschef schlug daher vor, das Projekt und das Konzept parallel zu verfolgen, „damit wir uns nicht in irgendwelchen Warteschleifen verfangen“. Monika Glammert-Zwölfer (Grüne) sah diese Gefahr zunächst nicht, da sie den Gemeinderat in die Pflicht nehmen wollte: „Die Leitlinien in einem solchen Konzept sind eine politische Entscheidung und nicht etwas, das wir einem Planungsbüro überlassen sollten.“

Fachmann

Kennerknecht sieht das jedoch etwas anders. Zwar gebe es weiche Faktoren, die tatsächlich politisch entschieden werden müssten – zum Beispiel, wie viel PV man im Gemeindegebiet möchte. Harte Faktoren wie die Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben möchte er aber lieber in die Hand eines professionellen Planers legen. „Das ist dann auch eine Qualitätsfrage, und da hätte ich gerne einen Fachmann dabei“, sagte er. Letztlich stimmte das Gremium einstimmig dafür, Riepl-Bauers Anlage und das Konzept parallel zu verfolgen.

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