Grafrather Kalender für 2018

Monat für Monat die Amper im Fokus

Die Amper ist die Lebensader von Grafrath. Welche Rolle der Fluss in der Gemeinde schon immer gespielt hat, zeigt nun ein neuer Kalender der Grafrather Archivarin Christel Hiltmann. Er präsentiert Postkarten mit der Amper als Motiv.

Grafrath – Die Schönheit des Ampertals hat schon immer Künstler inspiriert – so auch den Maler Paul Wilhelm Keller-Reutlingen. 1905 wählte er einen Blick über die Amper auf Wildenroth als Motiv. Das Gemälde wurde später für eine Postkarte verwendet und ziert nun den April des neuen Monatskalenders für das Jahr 2018 der Grafrather Archivarin Christel Hiltmann.

Dass die Grafratherin den Fluss in den Mittelpunkt ihres Kalenders stellt, ist kein Zufall. „Ich beschäftige mich im Archiv viel mit dem Thema“, erzählt sie. Sie arbeitet nämlich an einem Buch über die Amper, um die sich in Grafrath – beziehungsweise in Wildenroth und Unteralting, aus denen die Gemeinde hervorging – seit jeher alles gedreht hat. „Die ganze Besiedlung ging hier los“, sagt Hiltmann. Schließlich war und ist das Gewässer die Lebensader der Region.

Im Gemeindearchiv hat Christel Hiltmann insgesamt mehr als 200 Postkarten aus Grafrath. „Wie viele davon die Amper als Motiv haben, kann ich gar nicht genau sagen.“ Wenige sind es aber nicht. „Die Bildauswahl hat schon eine gewisse Zeit gedauert“, sagt die Archivarin. Schließlich sollen die Kalenderblätter nicht nur etwas hermachen, die Motive sollten sich auch nicht mit Kalendern aus den Vorjahren doppeln.

Kleine Pannen sind da nicht ausgeschlossen. „Ich war schon bei Bürgermeister Markus Kennerknecht und hatte die einzelnen Postkarten abgesprochen, die im Kalender erscheinen sollten“, erzählt Christel Hiltmann. Zuhause habe sie dann aber bemerkt, dass ein paar Motive bereits in einem früheren Kalender erschienen waren. „Also musste ich das Archiv noch einmal durchgehen.“

Dass es von Grafrath und seinem Fluss so viele Postkarten gibt, hängt laut Hiltmann damit zusammen, dass Bahnanschluss und Schifffahrt reiche Gäste aus München anzogen. Der Wunsch, Postkarten zu verschicken, dürfte darüber hinaus auch im ehemaligen Frauen-Genesungsheim in Wildenroth erwachsen sein. Viele Motive sind Gemälde von Malern. Auch dafür hat Hiltmann eine Erklärung: „Die Farbfabrik des Malers Fritz Behrendt hat viele seiner Kollegen angelockt.“

Und so nimmt der Kalender die Betrachter Monat für Monat mit auf eine Zeitreise. Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1940 ist ebenso zu sehen wie zum Beispiel das über der Amper thronende Schloss Höhenroth im Jahr 1912 oder ein Gemälde der Dampfschifffahrtsrestauration aus dem Jahr 1916.

Wer sich einen Kalender sichern will, sollte schnell sein: Die Exemplare aus dem Vorjahr mit alten Villen als Motiv waren schnell vergriffen. (ad)

Den Kalender

gibt es für zehn Euro im Grafrather Rathaus, Hauptstraße 64, zu kaufen. Auch beim Christkindlmarkt wird er angeboten werden.

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