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Wegen großer Nachfrage

Neue Kindergartengruppe für Grafrath

Gute Nachrichten für junge Familien in Grafrath: Eine vierte Gruppe könnte im St. Mauritius-Kindergarten entstehen. Möglich macht das der Umzug der  Mittagsbetreuung. Der Sozialausschuss gab nun grünes Licht für die Erweiterung.

Grafrath– Bislang ist in den Räumen des kirchlichen Kindergartens an der Hauptstraße der Rasso-Kinderbetreuungsverein – genannt Mitti – untergebracht. Mit der Erweiterung der benachbarten Grundschule zur offenen Ganztagsschule wird die Mitti aber in die neuen Räume dort umziehen. Der Spatenstich ist bereits erfolgt. „Damit stellt sich die Frage der Weiterverwendung der frei werdenden Räume“, schrieb nun der Pfarrverband an den Gemeinderat.

Aktuell gibt es in dem Kindergarten drei Gruppen für je 25 Kinder. Eine Überbelegung um maximal vier Kinder ist genehmigt und kommt in der Praxis laut Verwaltung unter anderem durch den Zuzug von Familien auch immer wieder vor. Nicht nur deshalb biete sich nach Ansicht von Pater Ludwig Mazur und der Kirchenverwaltung die Erweiterung zu einem viergruppigen Kindergarten an. Jährliche Wartelisten, die Geburtenzahlen und ansteigende Kinderzahlen durch die geplanten Neubaugebiete würden dies rechtfertigen, schreiben Mazur und Kirchenpflegerin Elisabeth Hilgers.

Bei Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) stößt die Kirche mit dem Ansinnen auf offene Ohren. „Während in anderen Orten diskutiert wird, wo gebaut werden soll und wer die Kindergärten betreibt, befinden wir uns in einer vergleichsweise komfortablen Situation“, sagte der Rathauschef bei der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses.

Nicht nur, dass die Gemeinde noch freie Kapazitäten im neuen Kinderhaus beim Altenwerk Marthashofen und Erweiterungsoptionen bei der Kinderkrippe hat. „Jetzt wird uns auch in St. Mauritius noch eine vierte Gruppe angeboten“, sagte Kennerknecht. Er geht zudem davon aus, dass die Investitionen sich im überschaubaren Rahmen halten. Bei einem kompletten Neubau eines kirchlichen Kindergartens wäre auch die Gemeinde mit rund zwei Drittel der Kosten beteiligt. Der bloße Umbau der bestehenden Räume kommt da deutlich günstiger.

„Die Konditionen müsste man sich freilich noch konkret anschauen“, so der Rathauschef. Und auch darüber, dass die Gemeinde die neuen Plätze als Bedarf anerkennt – und damit finanziell fördert – könne man laut Kennerknecht 2018 bereits diskutieren. Denn auch er hält es für sehr wahrscheinlich, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen weiter steigt. „Da werden wir draufsatteln müssen, denn Grafrath ist attraktiv für junge Familien.“

Josef Held (SPD) sah dies ähnlich. Er griff den Hinweis der Kirche auf die geplanten Neubaugebiete in Mauern und auf dem ehemaligen Märchenwaldgelände auf. „Außerdem geben immer mehr Eltern ihre Kinder in Krippen.“ Tendenziell würden daher zusätzliche Betreuungseinrichtungen nötig werden. Der SPD-Rat sprach sich ebenso wie das übrige Gremium dafür aus, der Kirche positive Signale für eine Erweiterung des St. Mauritius-Kindergartens zu senden. (Andreas Daschner)

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