Am Feierabend: Erst Arzteinsatz, dann Stau bei der S-Bahn 

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Tempo 30 weiter in der Schwebe

Probleme in der Graf-Rasso-Straße

Grafrath – Teurer als erwartet würde die Gemeinde ein Umbau der Einmündung der Graf-Rasso- in die Kottgeiseringer Straße kommen.

Eigentlich wollten die Gemeinderäte dadurch die Autofahrer ausbremsen und für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Doch diese Pläne sind nun zumindest in Frage gestellt.

Rund 20 000 Euro stehen im Haushalt für den Umbau bereit. Doch dieses Geld würde nicht einmal für eine Minimalvariante reichen. Schon eine kleine Verschwenkung für Autofahrer, die in die Graf-Rasso-Straße einbiegen wollen, würde 25 000 Euro kosten. Ein größerer Umbau, der auch die aus Richtung der Bahnhofstraße kommenden Pkw ausbremsen würde, sogar fast 57 000 Euro.

Max Riepl-Bauer (CSU) hält die Baumaßnahme ohnehin für fragwürdig: „Ich finde, die Kreuzung ist in der jetzigen Form übersichtlich.“ Roger Struzena (Grüne) hielt dagegen, dass Radler durch die schnell abbiegenden Autos gefährdet seien. Hartwig Hagenguth (BfG) hätte gerne mit einem Provisorium ausprobiert, ob die große Lösung eine Verbesserung bringt.

Doch das gestaltet sich laut Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) schwierig. Denn für ein Provisorium sei der jetzt noch bestehende Fahrbahnteiler in der Graf-Rasso-Straße, der bei einem endgültigen Umbau entfernt würde, im Weg. Kennerknecht will nun abklopfen, wie das Straßenbauamt generell zu einem Umbau an der Kottgeiseringer Straße steht, da es sich dort um eine Kreisstraße handelt.

Lehnt die Behörde den Umbau ab, erübrigt sich jede Diskussion. Im Herbst soll das Thema erneut im Gemeinderat behandelt werden.

Noch keine Entscheidung ist dagegen bei der Klage um eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Graf-Rasso-Straße absehbar. Die Anwohner wollen dort aus Sicherheitsgründen Tempo 30 durchsetzen, scheiterten bislang aber am Landratsamt, das keine Veranlassung dafür sieht. Wann hier ein Urteil fällt, ist laut Kennerknecht noch unklar.

In der gleichen Sitzung teilte der Rathauschef den Räten außerdem mit, dass sich auch ein Umbau der Einmündung der Graf-Rasso- in die Bahnhofstraße äußerst schwierig gestaltet. Hier sollte mehr Sicherheit für die Fußgänger geschaffen werden. Wie Kennerknecht ausführte, werde die Kreuzung durch bisher angedachte Umbauten aber eher unübersichtlicher. Dadurch würde sich die Gefahr für die Fußgänger sogar erhöhen.  

Von Andreas Daschner

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