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Wegen hoher Defizite

Schwimmen im Hallenbad wird teurer

 Die Nutzer des Grafrather Hallenbads müssen ab 2018 wohl mehr bezahlen. Der Finanzausschuss denkt darüber nach, sowohl die Gebühren für Vereine und Schulen als auch die Eintrittspreise anzuheben. Zuletzt war dies 2010 – bei den Schulen 2013 – erfolgt.

Grafrath – Die Abrechnung für das vergangene Jahr liegt noch nicht vor. 2015 brachte das Schulschwimmbad aber ein Defizit von fast 128 000 Euro. Das ist zwar knapp 50 000 Euro weniger als noch 2014, dennoch überlegen die Grafrather Kommunalpolitiker, wie man das Ergebnis weiter verbessern kann. „An der Kostenschraube werden wir kaum drehen können, wenn wir die Öffnungszeiten beibehalten wollen“, sagt Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei). Ergo müsse man die Einnahmen verbessern.

Die Frage, ob man sich das Schwimmbad überhaupt weiter leisten wolle, sieht Hartwig Hagenguth (BfG) bereits beantwortet – und zwar mit einem Ja. Grund dafür sind die jüngsten Investitionen in die Sanierung des Bades. „Die hätten wir uns sparen können, wenn wir das Bad jetzt schließen.“ Er sieht damit die Fortführung für weitere zehn bis 15 Jahre gesichert. Kennerknecht sprach hingegen von einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren.

Bei den Einzeleintritten sieht der Rathauschef nicht die große Einnahmemöglichkeit. Eine moderate Anhebung um 50 Cent hält er aber für möglich. Aktuell bezahlen Erwachsene 2,50 und Kinder 1,50 Euro. Dies würden die Besucher auch nach Ansicht von Vizebürgermeisterin Ingrid Wild (SPD) mittragen. Auch sie will an den Öffnungszeiten nichts verändern, da diese das Bad attraktiv machen würden. „Aber ein bissl mehr Geld brauchen wir schon“, sagt Wild. Aktuell bezahlen laut Kennerknecht Schulen 40, ortsansässige Vereine 60 und auswärtige Vereine 80 Euro pro Stunde.

Hagenguth regte an, die Gebühren für auswärtige Schulen anzuheben. Und auch die Vereine sollen nach Wilds Ansicht künftig mehr zahlen. Die ortsansässigen Vereine könne man schonen, indem man ihnen bei den Zuschüssen etwas zurückgebe. Völlig neue Wege bei der Gebührengestaltung will Roger Struzena (Grüne) beschreiten. „Man könnte doch zum Beispiel im Sommer weniger verlangen als im Winter“, sagte er. Damit könne man den schlecht besuchten Sommer attraktiver gestalten. Ein Vorschlag, der laut Hagenguth zumindest bei den Einzeleintritten kaum durchsetzbar ist, da dort auch Zehnerkarten angeboten werden. „Die würden die Leute dann günstig im Sommer kaufen und dann im Winter damit ins Bad gehen.“

Dennoch will Kennerknecht überlegen, wie man die Nutzungsgelder eventuell anders als bisher gestalten kann. Auf Anregung von Max Riepl-Bauer (CSU) soll zudem ein Vergleich der Gebühren mit den Nachbargemeinden gezogen werden. Weitere Diskussionen wurden auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Andreas Daschner

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