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Susanne Hoffmann

Grafratherin ausgezeichnet

Sie brachte den Brachvogel zurück ins Moos

Grafrath – Der große Brachvogel galt im Ampermoos bereits als nicht mehr heimisch. Aktuell brüten aber wieder sechs Paare dort. Mit verantwortlich dafür ist die Grafrather Naturfilmerin und Vogelkundlerin Susanne Hoffmann, die dafür nun mit dem „Grünen Engel“ ausgezeichnet wurde.

Eigentlich war Susanne Hoffmann 2007 ins Ampermoos gefahren, um Kornweihen – eine Vogelart – zu zählen. Doch dann traute sie ihren Augen kaum. Durch die Linsen ihres Fernglases entdeckte sie einen Brachvogel. „Bis dahin hatten diese Vögel keine Brutplätze mehr im Ampermoos“, sagt die 62-jährige Grafratherin.

Fuchs bedrohte die Gelege

Susanne Hoffmann mit Umweltministerin Ulrike Scharf

Der Brachvogel brütete damals zwar erfolgreich. Doch trieb auch ein Fuchs sein Unwesen im Umfeld. Hoffmann, die bis zur Geburt ihrer Kinder Biologie studiert hatte und für die der Umweltschutz zu ihrem größten Hobby geworden ist, wurde tätig. Mit Zäunen schützte sie die Gelege der Vögel. Mit Erfolg. Der Brachvogel fühlt sich heute wieder heimisch im Ampermoos. „Heuer sind es sechs Paare, die hier brüten“, sagt Hoffmann.

Bis zu elf Paare sind laut Bayerischem Umweltministerium zwischenzeitlich schon gezählt worden. Ohne Hoffmanns Engagement wäre das wahrscheinlich nicht so gekommen. Von Anfang März bis in den Juli hinein, wenn die Jungvögel flügge werden, ist sie jedes Jahr täglich vor Ort, um sich um die Gelege zu kümmern. Die Grafratherin lobt in diesem Zusammenhang zwar bescheiden die gute Zusammenarbeit mit Christian Niederbichler von der Gebietsbetreuung Ramsar-Ammersee und mit dem Landschaftspflegeverband.

Der Brachvogel

Den Großteil der Arbeit leistet aber die Hobby-Ornithologin. Alleine im Jahr 2014 war sie an 128 Tagen vor Ort – und zwar für jeweils vier bis fünf Stunden. Zwischen 600 und 700 Stunden Arbeit steckt Hoffmann jedes Jahr in ihr Engagement für den Brachvogel.

Aktiv die Gelege beschützt

Das blieb auch dem Bayerischen Umweltministerium nicht verborgen. Hoffmann erhielt nun aus den Händen von Umweltministerin Ulrike Scharf den „Grünen Engel“ überreicht. Mit diesem Preis wird ehrenamtliches Engagement für den Umweltschutz in Oberbayern ausgezeichnet. „Mit ihrem fachkundigen Wissen als Ornithologin setzt sich Susanne Hoffmann aktiv für den Gelegeschutz ein, so ist es maßgeblich ihr Verdienst, dass die Anzahl der Brutpaare wieder angewachsen ist“, sagte Scharf in ihrer Laudatio. Hoffmann freut die Auszeichnung. Ebenso viel Freude bereitet ihr aber ihre Arbeit: „Es ist zwar zeitaufwendig, aber es macht unheimlich Spaß“, sagt sie. Und die Brachvögl sind ihrem „Grünen Engel“ sicher auch dankbar. (ad)

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