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Ein Dach über dem Kopf und windgeschützt: Vater und Sohn Michl haben das Schmuckkästchen aufgestellt. 

SpVgg Wildenroth

Die kleinste, aber feinste Tribüne der Region

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Wer die Großen im regionalen Fußball live erleben will, wird meist im Regen stehen gelassen. Tribünen in Olching oder Oberweikertshofen? Fehlanzeige! Zumindest windgeschützt werden jetzt die Zuschauer bei den kleinen Kreisklassisten im Grafrather Ortsteil Wildenroth.

Grafrath – Während der Sturm der SpVgg Wildenroth auf dem Platz versucht, den gegnerischen Verteidigern den Wind aus den Segeln zu nehmen, waren die Zuschauer bislang Wind und Wetter ausgesetzt: Auf dem am Ortsrand gelegenen Sportplatz pfeift es oft empfindlich. Damit ist es Mitte August bei Saisonbeginn vorbei. Dank zweier findiger Vereinsmitglieder gibt es ein paar neue windgeschützte Sitzplätze in der Kreisklassen-Arena.

Allzu groß ist die Tribüne freilich nicht. Doch: „Klein ist auch fein“, sagt Vereinssprecher Jürgen Throm über das Projekt. In die Tat umgesetzt haben es Josef Michl junior und senior. Und das Mini-Format ist durchaus beabsichtigt: „Wir wollen gar nichts Größeres, wir würden nie unsere schöne Naturtribüne aufgeben.“

Das Beste an den neuen Sitzmöglichkeiten: Die SpVgg musste dafür nicht einmal Handwerker engagieren. Vorkenntnisse als Schreiner haben Josef Michl und sein gleichnamiger Sohn keine. Der Senior ist Landwirt in Rente, der Junior verdient seine Brötchen als Industriemechaniker. Trotzdem schafften sie die neuen Sitzmöglichkeiten in knapp drei Tagen. „Wir haben uns einfach die schon bestehenden Bänke als Vorlage genommen“, erzählt Josef Michl junior.

Anlass dafür war tatsächlich der Wind. Der jüngere der beiden Michls ist nämlich Stadionsprecher der SpVgg und war den Böen bislang schutzlos ausgeliefert – wenn er nicht in seiner Kabine saß. Nun dient das Sprecherhäuserl als Windschutz für die beiden Bänke. Reserviert für den Sprecher sind die Plätze aber nicht. „Da darf sich natürlich jeder hinsetzen“, sagt Michl junior. Es gilt der Grundsatz: „Wer zuerst kommt, malt zuerst.

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