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Kosten von rund 600 000 Euro

Straße geht’s nass nei – jetzt wird saniert

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Die Sanierung der Graf-Rasso-Straße und die Umgestaltung der Einmündungen in die Bahnhof- und Kottgeiseringer Straße wird für die Gemeinde Grafrath teuer: Die Kosten werden auf 600 000 Euro geschätzt.

Grafrath Zur Mittagszeit seien ihm die Zahlen vorgelegt worden, sagte Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) im Gemeinderat. „Da hat mir das Mittagessen dann nicht mehr so gut geschmeckt.“ Trotz der hohen Kosten sei er aber zu dem Schluss gekommen, dass es sinnvoll sei, das Geld in die Hand zu nehmen und die Arbeiten in einem Aufwasch durchzuziehen – anders als Grünen-Rat Roger Struzena, der sich für die Bildung von Bauabschnitten aussprach. Struzena sah vor allem im oberen Bereich keine Notwendigkeit für die Arbeiten. „Wir haben mehrere Straßen in Grafrath, die so aussehen“, erklärte er. Der Zustand ist seiner Ansicht nach noch nicht so bedenklich, dass sofort gehandelt werden muss.

Dem widersprach Benedikt Fischer (CSU): „Es gibt viele Risse und Stellen, in die das Wasser reinläuft und den Unterbau beschädigt.“

Und auch Kennerknecht erklärte, dass man die Arbeiten nicht aus kosmetischen Gründen vornehme. „Ich habe große Bedenken, dass uns die Straße irgendwann um die Ohren fliegt“, sagte er.

Weniger mit dem Straßenzustand als vielmehr mit der Verkehrssicherheit hat die Umgestaltung der Einmündungsbereiche zu tun. So wird im Bereich der Kottgeiseringer Straße eine Verschwenkung eingebaut, die die Autofahrer ausbremsen und damit das Überqueren der Straße für Radfahrer sicherer machen soll.

Bei der Einmündung der Bahnhofstraße entsteht ein barrierefreier Übergang. So sind geriffelte Pflastersteine geplant, die Sehbehinderten bei der Orientierung helfen. Zudem werden die Bordsteine auf Straßenniveau abgesenkt, so dass Menschen mit Rollatoren und Rollstuhlfahrer gefahrlos und zügig über die Straße gehen können.

Im Zuge der Fahrbahnsanierung werden die Wasserleitungen erneuert. Diskussionen gab es wegen der Fernleitung nach Kottgeisering. Die Asbestzementrohre sind nämlich noch in einem guten Zustand. Dennoch befand Kennerknecht einen Austausch für sinnvoll, da man nicht wisse, wie lange die Leitung noch hält. Ein späterer Austausch würde ungleich teurer kommen, weil dann wieder der Asphalt aufgebrochen werden muss. Ohnehin erneuert werden muss die Ortsleitung im unteren Bereich der Fahrbahn Richtung Kottgeiseringer Straße.

Außerdem besteht bei den Anwohnern Interesse an einem Gasanschluss. „Das hat eine Umfrage des Versorgers ergeben“, sagte Kennerknecht. Deshalb werden auch diese Leitungen im Zuge der Bauarbeiten verlegt. Und zu guter Letzt wird auch der Tagwasserkanal punktuell saniert. Sollte sich dessen Zustand aber als so schlecht herausstellen, dass größerflächig saniert werden muss, dann muss sich der Gemeinderat noch einmal damit befassen. Das Gremium segnete die Pläne ab.

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