Grafrath

Straße wird schmäler - Platz für Gehweg

Grafrath - Groß war die Angst der Anwohner, dass die Jesenwanger Straße in Grafrath im Zuge des geplanten Ausbaus für mehr Lkw-Verkehr verbreitert wird. Nun ist klar: Die Fahrbahn wird sogar schmäler – zugunsten eines Gehwegs.

 Erste Planungsvarianten, die jedoch noch nicht vom Gemeinderat diskutiert wurden, stellten Bürgermeister Markus Kennerknecht und Planer Christian Kraus nun bei einer Anliegerversammlung vor. Was die zahlreich erschienen Grafrather von der Jesenwanger Straße am meisten interessierte, waren die Kosten. Denn diese werden zu gut 50 Prozent auf die dortigen Grundstückseigentümer umgelegt. Eine erste grobe Schätzung beläuft sich auf gut 1,5 Millionen Euro – etwaige Kostenentwicklungen bis zum geplanten Baubeginn im Jahr 2017 und andere Unabwägbarkeiten nicht berücksichtigt.

Die Summen werden auf die Eigentümer der anliegenden Grundstücke der Jesenwanger Straße sowie der zugehörigen Stichstraßen umgelegt. Auch der Staatsforst, der mit dem Forstlichen Versuchsgarten anliegt, muss mit bezahlen. Der Beitrag errechnet sich aus der Grundstücksgröße multipliziert mit einem Faktor von derzeit 1,3 für Wohnbauflächen mal einem geschätzten Beitragssatz von 3,50 Euro. „Für ein 800 Quadratmeter großes Wohngrundstück ergibt sich nach derzeitigem Stand ein Beitrag von 3640 Euro“, sagte Kennerknecht anhand einer Beispielrechnung. Eigentümer von Gewerbeflächen werden stärker zur Kasse gebeten, hier beträgt der Faktor in der Rechnung 1,95. Ein Betrieb mit einem 2500 Meter großen Grundstück müsste demnach rund 17 000 Euro aufbringen.

Die Planung sieht vor, dass der Gehweg, der derzeit nur in drei Teilabschnitten besteht, entlang der gesamten, rund einen Kilometer langen Straße gebaut und weitestgehend 1,75 Meter breit wird. Die derzeit stellenweise bis zu 6,40 Meter breite Fahrbahn soll dazu überall auf einheitliche sechs Meter verschmälert werden. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Straßenentwässerung verbessert und – wo nötig – die Beleuchtung angepasst.

Ebenfalls erneuert werden die Wasserleitungen. Die Kosten dafür, die sich auf 446 000 Euro belaufen, werden aber nicht umgelegt, sondern über die Wassergebühren refinanziert. Strittig ist noch, ob der Gehweg auf Ost- oder Westseite der Straße gebaut werden soll. Das muss laut Kennerknecht ebenso im Gemeinderat diskutiert werden, wie alle anderen Detailplanungen. (ad)

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