Bundeswehr-Hubschrauber in Mali abgestürzt

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Das Minus durch den Bürgerstadl soll reduziert werden. Das Haus wird demnächst unter die Lupe genommen.  

Haus ist über 30 Jahre alt 

Unterhaltskosten steigen – hohes Defizit beim Bürgerstadl

 Der Bürgerstadl wird für die Gemeinde zunehmend zum Draufzahlgeschäft. Das geht aus dem Jahresabschluss 2015 hervor, der dem Gemeinderat nun vorgelegt wurde. 

Grafrath –Dafür macht sich die Umstellung der Heizung im Hallenbad positiv bemerkbar. Das Defizit ist gesunken.

Einen Verlust von gut 147 000 Euro hat der Bürgerstadl eingebracht. Im Jahr davor waren es nur 53 000 Euro. Begründet ist das hohe Minus durch die steigenden Unterhaltskosten. So wurden im Abrechnungsjahr die Sanitäranlagen und Umkleiden sowie der Bodenbelag im Saal erneuert, was mit 64 400 Euro zu Buche schlug. „Das Haus ist jetzt über 30 Jahre alt, die Kosten für den Unterhalt werden sicher nicht weniger werden“, prophezeite Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei). Er befürwortete deshalb auch den Vorschlag von Roger Struzena (Grüne), den Bürgerstadl im kürzlich beschlossenen Finanzierungskonzept der Gemeinde näher zu beleuchten. „Das Defizit ist seit Jahren tendenziell steigend“, sagte der Grüne. Man solle sich deshalb überlegen, wie man das Minus reduzieren könne.

Ähnliches gilt für das Schwimmbad, obwohl der Verlust hier zuletzt rückläufig war. 2014 musste die Gemeinde noch gut 177 000 Euro zuschießen. Auch hier hatten Sanierungsarbeiten einen höheren Verlust als die üblichen 150 000 bis 160 000 Euro gebracht. Die Verbesserungen machten sich letztlich aber bezahlt. Denn durch die Umstellung der Heizung auf Erdgas, Pellets und Solarenergie sank das Minus 2015 auf 128 000 Euro.

Dennoch: „Das ist kein ganz kleiner Betrag, der da jedes Jahr abfließt“, sagte Kennerknecht. Ebenso wie den Bürgerstadl will der Rathauschef deshalb auch das Schwimmbad im Rahmen des Finanzierungskonzeptes der Gemeinde näher unter die Lupe nehmen.

Auch das gemeindliche Wasserwerk erwirtschaftete 2015 ein Minus von gut 11 000 Euro. Weil die Gemeinde aber rechtlich dazu verpflichtet ist, in diesem Bereich kostendeckende Gebühren von den Bürgern einzufordern, trifft das den Gemeindehaushalt nicht. Gleichwohl heißt das Minus aber nicht, dass die zuletzt ohnehin saftig gestiegenen Wassergebühren erneut angehoben werden müssen. Denn jeder Gewinn oder Verlust verteilt sich auf einen längeren Kalkulationszeitraum. 2014 etwa wies die Jahresrechnung der Wasserversorgung sogar ein Plus von fast 21 000 Euro aus. Weil dies unter anderem aber mit Defiziten aus den Vorjahren verrechnet werden konnte, muss die Gemeinde für den Gewinn keine Körperschaftssteuer abführen. Diese würde die Gebühren nämlich ebenfalls verteuern.

Der Steuerberater der Gemeinde wies in der Ratssitzung aber darauf hin, dass das Minus der Jahre vor 2014 mittlerweile aufgezehrt sei. Das bedeutet, dass die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserleitungsnetzes in den kommenden Jahren umgesetzt werden müssen. Denn ohne die Ausgaben würden die Einnahmen aus der höheren Wassergebühr ein deutliches Plus bringen, wodurch die Gemeinde dann Körperschaftssteuer zahlen müsste. Dass es so weit kommt, glaubt Kennerknecht nicht: „Alleine durch die Ausgaben zur Sanierung der Jesenwanger Straße besteht da keine Gefahr.“ (ad)

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