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Weniger Stellplätze bei Sozialwohnungen in Grafrath (Beispielfoto)

Grafrath

Weniger Stellplätze bei Sozialwohnungen

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Der Stellplatzschlüssel in Grafrath soll für den sozialen Wohnungsbau entschärft werden. Das hatte die SPD beantragt und im Gemeinderat generelle Zustimmung gefunden. Nur über das Wie muss noch diskutiert werden.

Grafrath – Die Forderung nach vielen Stellplätzen ist laut Sepp Heldeisen (SPD) oft eine Bremse für den Bau von Sozialwohnungen. Sie seien ein Kostentreiber. „Dazu haben wir in Grafrath eine der schärfsten Verordnungen im Landkreis.“ Schon ab einer Wohnungsgröße von 60 Quadratmetern wird in der Gemeinde ein zweiter Stellplatz gefordert. Dabei müsse man angesichts des geringeren Einkommens der Bewohner von Soziawohnungen von weniger Autos und damit weniger Stellplatzbedarf ausgehen.

Roger Struzena hält es grundsätzlich für richtig, über den Stellplatzschlüssel nachzudenken – und das nicht nur für den sozialen Wohnungsbau. „Auch Mieter sind vom preistreibenden Wohnungsmarkt betroffen.“ Allerdings sieht der Grünen-Rat ein praktisches Problem: „Die Autos werden nicht weniger.“ Sturzena regte an, dort den Hebel anzusetzen. „Man könnte zum Beispiel einen anderen Stellplatzschlüssel vorgeben, wenn sich Bewohner eines Hauses bereit erklären, an einem Carsharing-Modell teilzunehmen.“

Ein Ansatz, den auch Gerald Kurz (CSU) begrüßt. „Wir müssen darauf achten, dass nicht mehr Autos auf der Straße parken, sondern dass wir sie von dort wegbekommen.“ Vor einer Diskussion müsse man außerdem klären, wie vieles Sozialwohnungen es in Grafrath gibt, und inwieweit eine Änderung überhaupt konkrete Auswirkungen habe.

Hartwig Hagenuth (BfG) war dagegen der Ansicht, dass die Stellplatzverordnung unverändert bleiben soll. „Die gilt ohnehin nur, wenn kein Bebauungsplan existiert.“ Stattdessen könne man Stellplatzschlüssel in den jeweiligen Plänen festschreiben, die bei größeren Bauvorhaben ohnehin fällig sind. Wie alles unter einen Hut zu bringen ist, soll nun im Bauausschuss beraten werden. 

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