Altenwerk Marthashofen plant Neubau mit 24 Plätzen

Wohnen für Pflegebedürftige

Grafrath – Das Altenwerk Marthashofen will ein neues Wohnhaus für schwerst pflegebedürftige Bewohner errichten. Das bestehende Wohnhaus „Johannes“ genügt nicht mehr den gesetzlichen Ansprüchen. Die Gemeinde muss für den Neubau den dortigen Bebauungsplan ändern.

Laut Heimleiter Rafael Suslow ist ein Umbau im Bestand nicht möglich, da das Gebäude dafür komplett entkernt werden müsste. „Die beste Lösung ist aus unserer Sicht ein Neubau.“ Derzeit werden im Haus „Johannes“ zehn Bewohner betreut. Bezirk und Regierung von Oberbayern würden aber nur noch Einrichtungen fördern, die mindestens 24 stationäre Plätze anbieten. Wie Gerda Bentele, die Architektin des Altenwerks, erläuterte, sehe das bestehende Baufenster eine Bruttogrundfläche von 750 Quadratmeter vor. „Das bisher erarbeitete Raumprogramm ist hier auf keinen Fall unterzubringen“, sagt sie.

Für den Neubau sei der Grundstücksteil westlich der bestehenden Feuerwehrzufahrt geeignet. Dort könne ein zweigeschossiges Gebäude mit teilweiser Unterkellerung errichtet werden. Es sollen zwei Wohngruppen im Erdgeschoss und eine im ersten Obergeschoss untergebracht werden. Ferner sollen im ersten Obergeschoss auch Räume für die Gemeinschaft, für Therapie, Verwaltung, Hausmeister und Dienstwohnungen entstehen.

Das Haus „Johannes“ soll laut Suslow abgerissen werden. Dort soll stattdessen ein Gebäude mit einer Großküche errichtet werden, durch die die Versorgung des Altenwerks, aber auch der Mittagsbetreuung und der künftigen Ganztagsschule erfolgen soll.

Über die für den Neubau nötige Änderung des Bebauungsplanes muss nun der Gemeinderat entscheiden. Eine erste Debatte in der jüngsten Sitzung fiel jedoch der fortgeschrittenen Stunde zum Opfer. Das Thema wird darum voraussichtlich bei der nächsten Sitzung erneut auf der Tagesordnung stehen. (ad)

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