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Reaktion über Nachtragshaushalt möglich 

Wohnungen ankaufen: Antrag fällt durch

 Die Gemeinde soll Wohnungen für ihre Mitarbeiter und für bedürftige Bürger kaufen. Dieser Ansicht ist zumindest die Fraktion der Bürger für Grafrath (BfG) im Gemeinderat. Sie beantragten, heuer 600 000 Euro dafür bereitzuhalten, fanden aktuell dafür aber keine Mehrheit im Gremium.

Grafrath – Ursprünglich sah der BfG-Antrag vor, dass Wohnungen im derzeit im Bau befindlichen neuen Klosterwirtgebäude erworben werden sollen. Da allerdings nicht klar ist, ob diese nicht schon alle verkauft sind, erweiterte Altbürgermeister Hartwig Hagenguth den schriftlichen Antrag seines bei der Sitzung verhinderten Fraktionskollegen Burkhard von Hoyer: „Wir sollten uns generell nach Wohnungen umschauen und dafür das Geld bereit halten.“

Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) stimmte dem Ansinnen prinzipiell zwar zu. Geld schon jetzt im Haushalt bereitzuhalten hielt er aber nicht für zielführend. „Ich sehe kein Objekt, in das wir uns aktuell auch bei Wohnungen einkaufen könnten“, erklärte er. Dies sei vielleicht bei einer Bebauung des ehemaligen Märchenwaldareals möglich, doch wann diese realisiert werde, stehe in den Sternen.

Zudem will Kennerknecht lieber Möglichkeiten ausschöpfen, die vom Staat gefördert werden. Dies sei bei einem Einkauf ins Klosterwirtgebäude nicht der Fall. Ohne Förderung sieht der Rathauschef einen Kauf jedoch als finanzielles „Harakiri“ an – zumal die Gemeinde heuer ohnehin schon einen erklecklichen Betrag für den Vorratskauf von Grundstücken vorhält.

Roger Struzena (Grüne) erinnerte indessen an das Bahnhofsgebäude. Auch wenn Kennerknecht nicht daran glaubt, dass die Bahn dieses Haus bald veräußern wird, erklärte Struzena, man müsse Geld für den Eventualfall bereithalten. Das aber hält der Rathauschef nicht für notwendig: „Wenn ein Kauf tatsächlich überraschend möglich wäre, habe ich auch kein Problem damit, das über einen Nachtragshaushalt zu regeln.“ Andreas Daschner

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