In Grafrath

Zu große Supermarkt-Werbung?

 Wehende Fahnen und Werbe-Pylonen: Supermärkte sind in der Regel schon von Weitem zu erkennen. Im Grafrather Bauausschuss ist man von derartigen Werbemaßnahmen beim geplanten Markt an der Hauptstraße aber wenig begeistert. 

Grafrath –Eine sieben Meter hohe Werbeanlage mit einer Fläche von beidseitig vier Quadratmetern war im Entwurf des Bebauungsplans vorgesehen.

Doch dieser widersprach Klaus Rüth (Grafrather Einigkeit) resolut: „Durch eine solche Anlage entsteht ein Eindruck wie in einem Gewerbegebiet“, sagte er. Das sei im Ortszentrum von Grafrath nicht nur unpassend, sondern auch unnötig. Aufgrund der Lage müsse der Markt keine derartige Werbung betreiben: „Wer den Supermarkt im Ortszentrum anfährt, der tut dies ganz bewusst.“ Laufkundschaft würde an der Hauptstraße kaum vorbeikommen. Rüth lehnte deshalb sowohl eine Werbeanlage direkt an der Straße als auch die Fahnen ab.

Unterstützt wurde er von Andrea Seidl (Frauenliste), die bei den Werbeflaggen noch ein weiteres Problem sieht: „Wenn sie nicht befestigt sind, verursachen sie bei starkem Wind viel Lärm.“

Bürgermeister Markus Kennerknecht (parteifrei) sah diese Probleme auch. Er schlug deshalb vor, die Regelung vorerst aus dem Bebauungsplanentwurf herauszunehmen und sich noch einmal mit dem künftigen Betreiber Feneberg abzustimmen.

Unabhängig davon wird der Entwurf demnächst öffentlich ausgelegt. Bürger und Behörden haben dann die Möglichkeit, ihre Einwände und Bedenken vorzubringen.

Es ist bereits die dritte Planung für den Supermarkt, nachdem Pläne mit Edeka und Rewe gescheitert waren. Mit Feneberg steht nun ein Betreiber bereit, der sein bisheriges Betätigungsgebiet im Allgäu weiter in den Münchner Raum ausdehnen will. (ad)

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