Das Team der Mawah-Clinic mit ihren Schutzanzügen aus Deutschland. Das Geld kam durch Spenden zusammen.

Grafrather plant Klinik in Liberia

Grafrath - Seit sechs Jahren organisiert der Krankenpfleger Thomas Böhner aus Grafrath medizinische Hilfe für Liberia. Aktuell plant er einen Klinik-Neubau.

Die Ebola-Seuche sorgte vor einem Jahr für Schreckensszenarien in dem kleinen afrikanischen Land. Den Virus bekommt die Regierung zwar nach und nach in den Griff, doch Böhner und sein Verein „Help Liberia“ haben nun mit den Nachwehen zu kämpfen.

Zwei Kliniken, weit abgelegen im liberianischen Busch, betreibt der Grafrather. Eine davon muss dringend erneuert und vergrößert werden. Die Yarbayah-Klinik liegt gut einen Tagemarsch von der nächsten größeren Stadt entfernt. Trotzdem müssen die 17 Mitarbeiter dort oft über 100 Patienten am Tag versorgen. „Zehntausende Menschen leben in kleinen Dörfern rund um die Klinik“, sagt Böhner. Malaria, Harnwegsinfekte, Durchfälle, Würmer, Verletzungen, aber auch Geburten - die Bandbreite an medizinischen Notfällen ist groß. Aber die Klinik ist in einem schlechten Zustand.

„Sie ist lediglich aus sogenannten Mud-Bricks gebaut“, erzählt Böhner - also Ziegeln aus gehärtetem, lehmigen Matsch. Die Holzkonstruktionen hinter diesen Ziegeln sind zudem von Termiten zerfressen. Deshalb soll neben der mehr und mehr verfallenden Klinik nun ein Neubau entstehen. Am 28. Februar wird Böhner für sechs Wochen nach Liberia reisen, um sich um den Neubau zu kümmern. „Wir wollen alles nach den Vorgaben der liberianischen Regierung bauen“, sagt der Grafrather. Eventuell stehen sogar staatliche Zuschüsse ins Haus. Doch verlassen will sich Böhner nicht darauf.

Mehr in der Wochenend-Druckausgabe. (ad)

Auch interessant

Kommentare