Vom Griffelkasten zum Laptop

Allings Schule wird 50 Jahre alt

Alling – Generationen von Allingern haben dort schon Rechnen, Lesen und Schreiben gelernt: im örtlichen Schulhaus. 1966 haben die ersten ABC-Schützen ihre Klassenräume bezogen. Jetzt feiert die Grundschule ihr 50-jähriges Bestehen – mit einer Ausstellung, die Utensilien aus der Schulgeschichte zeigt.

Die Erinnerungsstücke aus den fünf Jahrzehnten ziehen sich wie ein roter Faden durch das Schulhaus, sagt Rektorin Gudrun Beck. Und diese sind auch ausgestellt. So sind zum Beispiel Einschulungsfotos ehemaliger ABC-Schützen und Zeichnungen zu sehen. Gezeigt wird aber auch, was sich über die Jahre im Schulalltag verändert hat, wie beispielsweise die Schrift, die die Erstklässler lernen. Ausgestellt werden sowohl alte Schiefertafeln, auf denen die Schüler anfangs schrieben, als auch moderne Laptops, die heutzutage im Unterricht im Einsatz sind.

Wie sehr sich die Zeiten gewandelt haben, zeigen auch alte Berichte aus der lokalen Presse, die die Gemeindeverwaltung aufbewahrt hat. Bei der Einweihung der Schule im Jahr 1966 waren die Verantwortlichen demnach besonders stolz auf die moderne eingerichtete Küche, aber auch auf die Ausstattung mit einem Tonfilmgerät, einem Fernsehapparat und Rundfunkgeräten.

Gesammelt hat die Ausschnitte der erste Rektor der Schule und spätere Ortsarchivar Herbert Kuhn. In seiner Ansprache bei der Einweihung, die sich ebenfalls erhalten hat, dankte Kuhn dem Gemeinderat und dem damaligen Bürgermeister Matthias Friedl dafür, dass sie „wohl an keinem gemeindlichen Vorhaben der letzten Jahre so persönlichen Anteil“ genommen hätten wie beim Schulbau. Friedl seinerseits betonte: Bildung bedeutet Fortschritt und Fortschritt komme wiederum der Gemeinde zugute.

Kuhn erinnerte auch an das alte, zu klein gewordene Schulhaus am Kirchberg, das zwei Schüler-Generationen besucht hatten. „Gleichsam Abschied nehmend“, habe er nach der Hast der vergangenen Tage die alte Schule nochmal besucht, sagte Kuhn bei der Einweihungsfeier. Dem Bau der Schule unmittelbar vorangegangen war übrigens die Errichtung einer zentralen Wasserversorgung – ein Thema, das die Allinger heute wieder beschäfigt. Zur Beschleunigung des Schulneubaus hatte nach den damaligen Zeitungsberichten auch die Sorge beigetragen, dass die Allinger Schüler einst nach Gilching in den Unterricht gehen mussten.

Die aktuelle Ausstellung über die Geschichte der Schule wurde von zwei Lehrerinnen gestaltet. „Wir haben mittlerweile 14 Lehrkräfte, alle sind Frauen“, sagt Rektorin Gudrun Beck schmunzelnd.

Angefangen hat die Allinger Schule mit 166 Kindern. Unterrichtet wurden sie von vier Lehrkräften. Aktuell lernen in der Gemeinde 153 Grundschüler. Sie sind auf acht Klassen verteilt. Einen Rückgang der Schülerzahlen in den vergangenen Jahren bemerkt Gudrun Beck bis dato nicht: „Unsere Zahlen sind stabil.“

Die Jubiläumsaustellung

ist am Freitag, 10. Juni, von 9 bis 12 Uhr und am Samstag, 16. Juli, von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Die Schule bittet, die Ausstellung wirklich nur zu den Öffnungzeiten zu besuchen, damit der Schulbetrieb nicht gestört wird.

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