Investitionsplanung bis 2019 verabschiedet

Gröbenzell kann große Vorhaben locker stemmen

Gröbenzell – Mit großer Mehrheit, aber nicht einstimmig, hat der Gemeinderat den Haushalt für das laufende Jahr und die Investitionsplanung bis 2019 verabschiedet. Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) hätte sich einen einstimmigen Beschluss gewünscht, doch die CSU-Fraktion votierte dagegen.

Deren Fraktionsvorsitzende Brigitte Böttger erläuterte auch warum. Sie vermisste einige Punkte, wie den Ausbau der Aussegnungshalle, der für 2019 im Investitionsprogramm steht. Sie befürchtet: „Das verschieben wir wohl wieder auf den nächsten Bürgermeister.“ Sie vermisst aber auch Geld für die Ersatzbeschaffung für die Feuerwehr. Und ihr fehlen Gelder für die Weiterentwicklung der Bahnhofstraße. „Das scheint so zäh weiterzugehen, wie in der Vergangenheit.“

Schäfer wollte diese Kritik nicht auf sich sitzen lassen und hielt Böttger vor Augen, was bereits geschafft oder angeschoben wurde. Der Neubau des Rathauses sei wesentliche Schritte vorangekommen, die Umgestaltung der Außenanlage der Gröbenbachschule beschlossen, ebenso die Sanierung der Freya-Unterführung, sagte er. Beide Maßnahmen beginnen noch im kommenden Frühjahr. Im März werde sich der Gemeinderat mit der Bebauung der Straße in einer Sondersitzung befassen. Und sollten die beantragten Fördermittel für die Ortsmitte genehmigt werden, werde auch in der Kirchenstraße „der Stein ins Rollen gebracht“.

Schäfer lobte den Haushalt: „Wir stehen gut da.“ Viele Projekte könnten angegangen werden. Neue Schulden müssten nicht gemacht werden.

Finanzreferent Peter Falk (SPD) freute sich ebenfalls über einen „völlig normalen Haushalt“. Er mahnte aber auch, die eine oder andere Ausgabe genau zu überlegen.

„Wir sitzen auf einem Geldsack“, kommentierte Michael Leonbacher (FW) die Summe auf dem gemeindlichen Konto. Auch Markus Rainer hob die gute finanzielle Situation der hervor. „Eine Gemeinde, die ein Rathaus für zehn Millionen ohne Kredite finanzieren kann, muss man erst mal suchen“, sagte er. Gemeinsam mit Falk forderte er, für die Zukunft das Augenmerk auf den Wohnungsbau zu legen. Falks Idee dafür auch Standorte zu nutzen, die derzeit für Autos vorgesehen sind, nämlich Parkplätze, stieß bei Rainer auf Zustimmung. „Es ist eine Schande wie viel Platz Autos fressen“, betonte er.

sus

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