Der Bauzaun steht. 400 000 Euro sind für den Abbruch des alten Rathauses eingeplant. Ob die Kosten steigen werden, weiß derzeit niemand. fotos: tb

400 000 Euro eingeplant

Abriss des alten Rathauses hat begonnen

 Die Baustelle ist eingerichtet, der Abriss des alten Rathauses hat begonnen. Das Gebäude wird derzeit entkernt und soll ab Anfang kommenden Jahres dem Erdboden gleich gemacht werden. 400 000 Euro sind dafür eingeplant.

Gröbenzell– Die Spannung in der Gemeinde steigt, ob diese Summe gehalten werden kann. Denn die Abbruchkosten für Häuser sind in jüngster Zeit immer wieder in die Höhe geschnellt. „Der Abriss von Gebäuden ist zum russischen Roulette geworden. Fast wöchentlich gibt es neue Vorschriften“, musste Bauamtsleiter Günter Pauly noch vor wenigen Monaten den Gemeinderäten verkünden. Deshalb könne zur endgültigen Summe keiner eine Prognose abgeben.

Damals ging es um die Kosten für den Teilabriss der Ährenfeldschule, 188 000 Euro hätte dieser kosten sollen, doch die Kosten waren auf knapp 322 000 Euro gestiegen – fast das Doppelte der ursprünglich angenommenen Summe. Unter abgehängten Decken waren Leichtbauplatten entdeckt worden, mit denen niemand gerechnet hatte und die dann getrennt entsorgt werden mussten. Unter einem sichtbaren Blechdach trat ein vollständiger Flachdachaufbau zutage, Abdichtungsbahnen mussten manuell entfernt und ein Bitumenanstrich abgefräst werden. Zudem musste der Putz von den Mauern abgekratzt und gesondert entsorgt werden. Denn es war entdeckt worden, dass dieser Sulfat enthielt. Wären Putz und Mauerwerk gemeinsam entsorgt worden, hätte dies 360 000 Euro gekostet.

Nun wurde im Gemeinderat bekannt, dass auch bei der Neugestaltung des Pausenhofs der Gröbenbachschule Mehrkosten entstanden sind, teils weil der Boden ausgetauscht werden musste. Belastete Humusschichten mussten ausgetauscht werden. Das allein schlug mit 70 000 Euro zu Buche. Dazu kamen nochmal 20 000 Euro unter anderem für eine Grundwasserpumpe.

Was beim Abriss des Rathauses zutage tritt weiß derzeit niemand. „Ich weiß nicht, was im Boden ist“, sagte Bürgermeister Martin Schäfer (UWG). 

Das Gröbenzeller Rathaus soll neu gebaut werden, was auch schon für Debatten sorgte.   sus

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