+
Die Ährenfeldschule aus der Vogelperspektive: Der sanierte Teil ist durch den orangefarbenen Anstrich gut erkennbar. Die anderen Gebäudekomplexe (weiß) sollen durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt werden.

Pläne für Erweiterungsbau präsentiert

Ährenfeldschule in Gröbenzell: Mehr Platz zum Lernen

Vier Ganztagsklassen gibt es mittlerweile an der Ährenfeldschule in Gröbenzell. Nun soll auch das Schulgebäude ganztagstauglich erweitert werden.

Ein Teil der 1966 eröffneten Grundschule ist vor einigen Jahren energetisch saniert worden. Geplant ist nun, die anderen Gebäudekomplexe abzureißen und an deren Stelle einen dreigeschossigen Neubau zu errichten. Den entsprechenden Vorentwurf hat Architekt Robert Winzinger jetzt den Gemeinderatsmitgliedern präsentiert.

Seinen Ausführungen zufolge soll das Gebäude eine Nutzfläche von insgesamt 2000 Quadratmetern aufweisen, also 500 Quadratmeter mehr als bisher zur Verfügung standen. Dort sollen das Rektorat und das Konrektorat, Lehrerzimmer, Mensa und Aula, Räume für die Nachmittagsbetreuung sowie ein Musikraum, ein Werkraum und ein Raum für textiles Gestalten, zudem eine Wohnung für den Hausmeister und insgesamt vier Klassenzimmer nach dem sogenannten Lernhauskonzept (siehe Kasten) untergebracht werden. Ein Aufzug soll alle Bereiche erschließen.

Geplant ist ferner ein 105 Quadratmeter großer Mehrzweckraum, dazu Duschen und ein Behinderten-WC. Der Mehrzweckraum soll dank eines externen Zugangs auch außerhalb des Schulbetriebs genutzt werden können, ohne dass das Schulhaus betreten werden muss.

Insgesamt 5,76 Millionen Euro hat Winzinger für den Abriss, den Neubau im Passivhaustandard und die notwendigen Umbauten im Bestand veranschlagt. In den Sommerferien kommenden Jahres soll der Altbau abgerissen werden, ab Herbst das neue Gebäude errichtet werden. Nach den Sommerferien 2018 soll dann der Neubau bezugsfertig sein.

Wie Schulreferentin Anita Rieger (CSU) den Ratsmitgliedern mitteilte, sei die Schulleitung vom Entwurf begeistert gewesen. Diese Begeisterung wollten die Räte aber nicht in jedem Punkt teilen. So wunderten sich Cordula Braun (UWG) und Martin Runge (Grüne), dass der Neubau nicht unterkellert werden soll. Im Hauptgebäude gebe es einen Keller und darin scheint ausreichend Platz zu sein, erläuterte Bürgermeister Martin Schäfer(UWG). Doch auch er gestand ein: „Ich bin ein bekennender Kellerfan.“ Winzinger soll deshalb ausrechnen, welche Mehrkosten auf die Gemeinde bei einer Unterkellerung zukämen.

Runge und Braun kritisierten ferner, dass dem Gemeinderat für den Umbau und die Erweiterung der Schule – immerhin eine wichtige und auch kostenträchtige Entscheidung, wie sie betonten – keinerlei schriftliche Erläuterung mit Grundriss und Zahlen vorlag. Winzinger hatte seine Entwurfsplanung lediglich mündlich und mittels Beamer vorgetragen. So manche Zahl war dabei für die Ratsmitglieder gar nicht zu erkennen gewesen. Grünes Licht gab es für den Entwurf dann auch noch nicht. Die Räte sollen nun erst einmal schriftliche Informationen erhalten. Dann kommt das Thema noch einmal auf den Tisch.

Susanne Schwind

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Vermisste Malina: Angehörige beweisen unmenschliche Kraft
Regensburg - Die junge Studentin Malina Klaar aus dem Raum Fürstenfeldbruck wird seit Sonntag, 19. März, in Regensburg vermisst. Wir berichten im News-Ticker von der …
Vermisste Malina: Angehörige beweisen unmenschliche Kraft
Sportverein mit nassem Platz sitzt finanziell auf dem Trockenen
 Der Haushalt für 2017 steht. Doch schon jetzt ist ein eingeplanter Posten wieder fraglich: Mit knapper Mehrheit lehnte der Gemeinderat vorerst einen Zuschuss von 80 000 …
Sportverein mit nassem Platz sitzt finanziell auf dem Trockenen
Kaputte Straße: Firmenchef sagt Umzug ab
Der Streit um den Ausbau der Bachstraße im Oberschweinbacher Ortsteil Günzlhofen geht weiter. Unternehmer Michael N. Rosenheimer wollte einen Teil seiner Firma von …
Kaputte Straße: Firmenchef sagt Umzug ab
Wie darf Nebel wachsen?
In Nebel ist die Dorfwelt noch in Ordnung. Doch nun wird in dem Weiler zwischen Germering und Gilching (Kreis Starnberg) über weitere Wohnbebauung diskutiert. Ein …
Wie darf Nebel wachsen?

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare