Mobile Luftreinigungsanlage
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Ein Luftfilter.

Corona

Auch Gröbenzeller Eltern fordern Filtergeräte für Schulen

Die Eltern im Ort sind beunruhigt: Es geht nämlich das Gerücht herum, dass sich der Gröbenzeller Gemeinderat gegen die Anschaffung von Luftfilter-Anlagen aussprechen wird.

Gröbenzell – Das Thema steht an diesem Donnerstagabend auf der Tagesordnung, wenn das Gremium in der Wildmooshalle I zusammenkommt. Zahlreiche Eltern haben sich vorgenommen die Sitzung als Zuschauer zu verfolgen, wie das Tagblatt erfahren hat.

Die Mitarbeiter der Verwaltung haben für die Sitzung Informationen zu Fördermöglichkeiten und die unterschiedlichsten Aussagen, die derzeit zu den Filteranlagen im Raum stehen, zusammengetragen und den Gemeinderatsmitgliedern zur Verfügung gestellt. Wie Pressereferentin Katharina Müller auf Tagblattanfrage erläutert, habe das Rathaus noch keine definitive Aussage bekommen, ob der Präsenzunterricht mit mobilen Luftreinigungsanlagen aufrecht erhalten werden könne. Ebenso wenig liege Klarheit darüber vor, mit welchen Erleichterungen man im Falle einer Anschaffung eigentlich zu rechnen habe.

„Der Gemeinderat könnte viel besser Entscheidungen treffen, wenn uns das Ministerium nicht nur Fördermittel in Aussicht stellen, sondern auch gleichzeitig die Erleichterungen darstellen könnte“, erläutert Müller. Gleiches gelte für Zusammenkünfte von Vereinen im Ort, vor allem für Chorproben.

Im Rahmen der Bürgerversammlung am vergangenen Freitag wollte nämlich die Vorsitzende des Frauenchors, Alice Trapp, von Bürgermeister Martin Schäfer wissen, ob die Gemeinde sich an der Anschaffung von Luftfiltern für die Chöre beteiligen würde. Die Geräte sollten Proben im kleinen Raum in der alten Schule wieder möglich machen.

Schäfer hatte Trapp versprochen, dazu Erkundigungen einzuholen. Angefragt wurde bereits, doch eine Antwort des Landratsamtes als zuständige Infektionsschutzbehörde steht noch aus.

Der Raum ist derzeit für bis zu 18 Sänger zugelassen. Der Frauenchor besteht aber aus rund 30 Mitgliedern, die Gröbentöne zählen sogar 45. Nach Einschätzung im Rathaus ersetzen Luftreinigungsgeräte keinesfalls das infektionsschutzgerechte Lüften und lassen es auch nicht zu, dass der Mindestabstand zwischen den Sängern, der zwei Meter beträgt, unterschritten werden darf.

Die Gröbenzeller Eltern sind nicht die ersten, die durch die Luftfilteranlagen auf mehr Schutz für ihren Nachwuchs hoffen. In Olching gibt es derzeit eine Spendenaktion, in Eichenau wurden auch mit Unterstützung der Familien bereits Geräte angeschafft. (sus)

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