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Beispielfoto: Wenn der Baum fällt, kann in Gröbenzell künftig eine Kaution erhoben werden.

Zwangsgeld

Bäume in Gröbenzell: Kaution soll Ersatzpflanzungen erzwingen

Wer in Gröbenzell einen Baum fällt, muss in der Regel für Ersatzpflanzungen sorgen. So will es die Baumschutzverordnung. 

Gröbenzell – Zu überprüfen, ob auch tatsächlich ein neuer Baum in den Boden gesetzt worden ist, gestaltet sich für die Verwaltung allerdings schwierig. Der Aufwand wäre schlicht zu groß. Deshalb geht die Gröbenbach-Gemeinde jetzt neue Wege. Wer künftig einen Baum fällt, muss eine Kaution hinterlegen, die es erst zurückgibt, wenn die entsprechende Ersatzpflanzung bewiesen ist.

Wie hoch diese Sicherheitsleistung ist, steht laut Franz Neuner, Umweltbeauftragter der Gemeinde, noch nicht fest. Sie soll aber zwischen 150 und 500 Euro pro Baum liegen. „Das entscheidet die Verwaltung intern“, sagt Neuner. Die Kaution soll fällig werden, sobald der Genehmigungsbescheid zur Fällung ergeht. Zurück gibt es das Geld erst, wenn die Ersatzpflanzung mit einem Foto des neuen Baumes samt Rechnung bei der Gemeinde belegt ist.

Gute Erfahrungen mit dem Kautionsmodell hat man bereits in der Nachbargemeinde Eichenau gemacht. Dort wurde die Sicherheitsleistung mit der neuen Baumschutzverordnung 2015 eingeführt. Am Starzelbach werden pauschal 150 Euro pro Baum fällig, erklärt Susanne Bierl vom Umweltamt.

„Dieses System hat sich bewährt“, sagt Bierl. So bekomme die Verwaltung unaufgefordert die entsprechende Rückmeldung, dass der Ersatzbaum gepflanzt worden ist. „Das war davor nicht so“, erklärt Bierl. Bisher habe die Gemeinde immer mit verhältnismäßig großem Aufwand die Einhaltung der Verordnung prüfen müssen. Bei den Eichenauern scheint die neue Regelung übrigens gut anzukommen. Die Bürger hätten das Kautions-System gut akzeptiert, berichtet Bierl.

Bei Bauvorhaben greift die Sicherheitsleistung übrigens nicht. In diesem Fall ist in der Baugenehmigung festgelegt, ob Ersatz-Bäume gepflanzt werden müssen. (tog)

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