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Käseplatte, Spargel, Mozzarella, Wurst: Beim reichhaltigen Frühstücksbuffet ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

Angebot des Sozialdienstes Gröbenzell

Beim Frühstück die Einsamkeit vergessen

Gröbenzell – Einmal im Monat treffen sich bis zu 18 alleinlebende Menschen in der Begegnungsstätte des Oekumenischen Sozialdienstes Gröbenzell zum gemeinsamen Frühstück. Das Angebot wird gut und gerne angenommen. Für die Alleinlebenden bedeuten diese Treffen eine Abwechslung von ihrem Alltag, den sie nach dem Ableben des Partners überwiegend alleine meistern müssen.

Gerade jetzt, wenn die Nächte lang sind und anderswo Paare oder Familien gemütlich beieinander sitzen, wird ihnen ihr Alleinsein besonders schmerzlich bewusst. „Es ist auch schwer, andere beim gemeinsamen Spaziergang zu sehen und zu wissen, dass man selbst alleine ist“, sagt Johanna Friedlhuber. Die 72-Jährige ist heute zum zweiten Mal zum Sonntagsfrühstück für Alleinlebende gekommen – seit zweieinhalb Jahren ist sie Witwe.

„Wenn man heimkommt und es ist keiner da, dann ist das für mich besonders an den Sonntagen schlimm“, erzählt sie. Heute wenigstens ist sie in geselliger Runde, muss sich aber, wie sie selber sagt, hier erst einfinden und warm mit den anderen werden. Die Gruppe, die am Nebentisch fröhlich miteinander plaudert, kommt schon seit gut einem Jahr regelmäßig zu den Treffen, erste Berührungsängste sind längst passé.

Karl-Heinz Lohn ist von Anfang an mit dabei. Er wird heute noch Geschichten vorlesen. Danach spielt Anna Müller auf dem Hackbrett, Christoph Bergmeier auf der Gitarre. Die Lehrer der Kreismusikschule bereichern das Treffen diesmal musikalisch.

Mittlerweile ist auch Johanna Friedlhuber mit Ingrid Obergröbner ins Gespräch gekommen. „Das ist doch viel schöner, als allein daheim zu sitzen“, bestärkt die 87-Jährige ihre Tischnachbarin.

Ingrid (66) und Maria (65) haben sich beim Single-Frühstück in der Begegnungsstätte kennengelernt. Beide leben seit einigen Jahren allein, mittlerweile treffen sie sich auch außerhalb des Sonntagsfrühstücks. Sie gehen gemeinsam ins Kino oder einfach nur spazieren. Mit ihnen am Tisch sitzen Karl-Heinz Lohn und Thomas Müller. Man spricht über Krankenhausaufenthalte oder kleinere Zipperlein. „Die Herren haben uns auch schon handwerkliche Tipps gegeben“, sagen Ingrid und Maria mit einem Lächeln.

Während alle das gemeinsame Frühstück genießen, geht Irene Unterrainer zu den Tischen und schenkt frischen Kaffee nach. Und der Eine oder die Andere holt sich noch Nachschub vom reichhaltigen Buffet.

Für Erika Renner, die das Frühstück organisiert, hat sich der Aufwand wieder einmal gelohnt. „Auch wenn es viel Vorbereitungsarbeit bedeutet: es ist einfach schön zu sehen, dass es allen hier gut geht“, sagt die 66-Jährige. (akk)

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