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Besorgter Blick auf Gröbenzeller Finanzen

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Thüringer Finanzministerium gibt Steuerschätzungen an
Beispielfoto © dpa / Patrick Seeger

Kleine Sorgenfalten waren bei der jüngsten Gemeinderatssitzung auf der Stirn des Kämmerers Gregor Kamp zu erkennen. Die Beratungen für den Haushalt 2019 haben begonnen.

Gröbenzell – Kamp musste in einem Bericht zur Finanzlage verkünden, „dass die Ergebnisse nicht so positiv ausfallen, wie das die aktuelle Berichterstattung zu den Rekordsteuereinnahmen des Staates vermuten lasse“.

Steuereinnahmen, die nicht mehr so ansteigen wie in den vergangenen Jahren, die wegfallenden Straßenausbaubeiträge und die enormen Investitionen wirken sich negativ auf die Finanzen der Gemeinde Gröbenzell aus. Der Kämmerer erwartet bei den Steuereinnahmen eher eine „Seitwärtsbewegung“, also gleichbleibende Einnahmen.

Für 2019 und 2020 kündigte der Kämmerer bereits an, dass Kredite aufgenommen werden müssen. Zur Einkommenssteuer erklärte Kamp, das Steueraufkommen der Einwohner Gröbenzells steige im Durchschnitt aller Kommunen langsamer oder es stagniert. Und die Gewerbesteuer bleibe bei rund acht Millionen Euro. Zudem warnte er, dass die derzeit trotz allem überdurchschnittlich hohen Steuererträge eines Tages auch wieder sinken können.

Daher müsse bei allen Entscheidungen über Investitionen bedacht werden, ob die Gemeinde sich diese auch in schlechten Jahren leisten kann. Die geplanten Investitionen sind groß: Ein neues Rathaus wird bereits gebaut, neue Kindergärten müssen ebenfalls gebaut werden, Schulen erweitert oder saniert und auch andere gemeindliche Gebäude generalsaniert werden.

Die Baukosten in der Region München gehen derzeit durch hohe Bauaktivität rasant in die Höhe. Mehrausgaben hat die Gemeinde auch durch zusätzliches Personal im Bereich der Kinderbetreuung. Die Investitionsplanung für die kommenden Jahre wurde aber noch nicht diskutiert. Dies erfolgt schließlich in der zweiten Haushaltslesung am Donnerstag, 25. Oktober.

Dann wird Kämmerer Kamp auch Vorschläge für die Kreditaufnahme präsentieren. Festgelegt wurde lediglich die Höhe der freiwilligen Leistungen. Dazu gehören die Zuschüsse für Vereine und Verbände, die unverändert blieben und die Budgets für Schulen, Kindereinrichtungen und die Feuerwehr. Hierbei wurden Preissteigerungen und zusätzlich zu betreuende Kinder berücksichtigt.  sus

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